„Brettspiele spielt man zu Weihnachten. Was soll denn der ganze Hype?“
oder: 
Board games – A new hope .. .

In der Tasse lecker schwarzer heißer Kaffe. Aus dem Radio schallt Stone Sour.
Montag Morgen, der perfekte Zeitpunkt um einfach mal die Gedanken schweifen zu lassen.
Beginnen wir mit einer kurzen Einleitung: „Was soll der Mist überhaupt? Brettspiele spiel ich nur mit meiner Familie an Weihnachten. Aber Risiko is eigentlich schon cool.“

Ich habe mir gedacht es wäre doch bestimmt keine schlechte Idee wenn wir unseren Zuschauern oder „Zu…lesern…“,  die Welt der Brettspiele etwas näher bringen könnten, schließlich sind wir im Bayreuther Comixart ja schon ein wenig auf das Thema eingegangen. Deswegen starten wir ab jetzt, also… Jetzt! mit diesem kleinen Blog.

Was erwartet euch?

Gute Frage. Ich denke das können wir nur gemeinsam herausfinden.
Gemeinsam ist auch schon das richtige Stichwort. Ihr habt Lob und/oder Verbesserungsvorschläge, dann bitte her damit. Für unqualifizierte Kritik gilt: „Please deliver it to your next brick wall.“

Ich werde an dieser Stelle einfach immer etwas erzählen. Entweder mal ein Review zu einem Spiel, oder irgendwelche gravierenden News oder, oder, oder. Zu Beginn werde ich es wohl eher etwas allgemeiner halten und ein gewisses Nachschlagewerk liefern. „Was gibt es überhaupt alles, sprich Kategorien und Mechaniken. Was ist dieses Kickstarter?“

Als Referenz werde ich dann auch einen Einblick in meine Top-Spiele liefern, damit ihr wisst inwieweit sich unsere Geschmäcker decken oder unterscheiden…
Ach lassen wir uns einfach mal überraschen was alles so passiert.

Bauen wir die Brücke zur Einleitung:

Man hört oft, dass zu Weihnachten irgendwelche Spiele gespielt werden.
Meist mit der Familie, meist immer das gleiche, Rommé, Mensch ärgere dich nicht. Da ist es schon was außergewöhnliches, wenn mal jemand „Siedler von Catan“, „Carcassonne“ oder „Bohnanza“ rauszieht. Ist halt so Tradition…

Warum sollte man sich auch mit Brettspielen beschäftigen, „Ist doch eh alles der gleiche alte Mist“. Videospiele sind viel cooler. Da kommt auch immer neues Zeug. Bei Brettspielen ist es wie mit Filmen. Da schauen wir uns doch auch die neuen Sachen an und bleiben nicht bei „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ (Wer ihn nicht kennt: ein Stummfilm von 1922, natürlich in schwarz-weiß).

Das gleiche gilt auch hier. Ja, es macht echt Laune seinen alten SNES aus dem Schrank zu holen und mal wieder Super Metroid durchzuballern, aber irgendwann juckt einen halt doch das neue Dark Souls, oder nicht?

Es gibt  mittlerweile 96.066 Brettspiele

Zumindest laut der größten Datenbank boardgamegeek.com – da ist für jeden was dabei.
„Was? So viel?“

Juuuuuupp. Früher war das alles noch viel überschaubarer. Bei den Amis gab es die so genannten Hex-and-Counter wargames. Die Deutschen hatten nach zwei Weltkriegen genug von Konflikt und haben sich deswegen auf „german board games“ beschränkt. Die traditionsreichen abstrakten Spiele wie Schach, Go, Mühle, Dame usw. dürfen wir natürlich auch nicht vergessen. Hex-and-Counter wargames sind ein ganz besonderer Schlag von Spielen und Spielern.

Hier werden historische Schlachten sehr detailliert nachgespielt. Man hat eine große Karte, meist aus gefaltetem Papier, mit einem Spielfeld aus Hexfelder. Hier findet man verschiedene Gelände, Häuser, Wälder, Gräben… alles was es auf dem Schlachtfeld gibt. Die Einheiten werden durch einfache Pappmarker dargestellt, auf denen verschiedene Symbole und Zahlen aufgedruckt sind. Alles in allem sehr dröge gestaltet… und, aufgrund des geforderten Detailgrads, gekrönt von einem Regelbuch, das man schon fast als wissenschaftliche Abhandlung bezeichnen kann: Regel 4.1.5 bezieht sich auf 2.9.3 aber nur wenn 6.7.1.1 keine Anwendung findet.

Aha. Klingt ja … spannend… Ihr glaubt es kaum, aber das kann es wirklich sein
(Mehr dazu demnächst). „German board games“ (alles was man so beim Müller im Regal findet) zeichnen sich durch konfliktlosigkeit aus. Kein direkter Konflikt wie bei Wargames, dafür wird meistens auf Siegpunkte hin gearbeitet. Irgendwas muss optimiert werden, etwas anderes wird gehandelt und ganz zum Schluss werden die Punkte abgerechnet, damit jeder Spieler auch bis zum Ende involviert ist.

Schach kennt ja wohl jeder, oder?

Wie gesagt, früher war alles einfacher. In der heutigen schnelllebigen Zeit kommen aber pro Jahr mehrere hundert bis tausend Spiele auf den Markt und angefangen hat es irgendwie mit Siedler von Catan. Aber wie sich das alles so entwickelt hat betrachten wir das nächste Mal, wenn es wieder heißt: Mit’m Schnizzl durch die Zeit. 😀

Der Blog erscheint ab jetzt jeden Mittwoch, wir wünschen Euch viel Spaß beim Lesen.