| Autor:In: | Brian K. Vaughan |
| Zeichner:In: | Fiona Staples |
| Verlag: | Cross Cult |
| Genre: | Space Opera |
| Seiten: | 152 |
| Format: | Hardcover |
| Preis: | 25,00 € |
Alana, Hazel und Knappe haben eine kleine Zuflucht auf einem Zirkusboot gefunden. Es ist eine kurze Verschnaufpause, doch die drei haben weiterhin mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Während Alana in ihrer neuen Rolle als Security voll aufgeht, aber alle Hände voll zu tun hat, zieht sich Knappe immer mehr zurück. Hazel hingegen knüpft neue Freundschaften, muss aber gleichzeitig penibel ihre Tarnung wahren. Doch die Ruhe soll nicht lange andauern, denn die Welt um die drei herum schläft nicht und der Krieg tobt weiter. Neue Allianzen drohen, die Lage noch zu verschlimmern.
Viele Handlungsstränge, viel Inhalt
Wir befinden uns wieder in einem neuen Umfeld, das bedeutet: neue Figuren und neue Weggefährten. Dabei trifft der zwölfte Band wieder absolut den gewohnt guten Ton der Reihe. Starke Dialoge treffen auf verrückte Charaktere, gepaart mit einer spannenden Handlung. Zugegeben, Saga war schon mal spannender, aber dennoch bringt der Band so einiges mit sich. Es gibt nicht nur neue Weggefährten, sondern auch weitere Intrigen und Überraschungen. Zudem werden wir immer wieder mit der Vergangenheit konfrontiert. Das geschieht sehr organisch und fast beiläufig, sorgt aber für einen gewissen Nostalgie-Touch. Es zeigt auf, wie weit die Handlung und die Entwicklung der Charaktere bereits fortgeschritten sind. Viel ist in dieser Zeit geschehen.
Nichts für Arachnophobiker
Saga ist bekannt für seine verrückten Ideen, die von Zeichnerin Fiona Staples gekonnt und oft überraschend umgesetzt werden. Ich möchte da nur an den Raketenwald oder den Weltenverschlinger aus der Vergangenheit erinnern. Auch in dieser Ausgabe gibt es neue Figuren, die das Potenzial für total ausgeflippte Designs bieten. Der Höhepunkt wird dabei mit der neuen Freundin von Hazel, Emesis, erreicht. Sie ist einer Spinne nachempfunden, gepaart mit einem Punk-/Gothic-Outfit. Von ihr geht eine gewisse Gruseligkeit aus, da sie durch ihr Erscheinungsbild durchaus bedrohlich wirkt. Das ist sicherlich so gewollt, aber definitiv nichts für Leserinnen und Leser mit Arachnophobie. Grundsätzlich wirkt der zwölfte Band der Saga-Reihe optisch etwas weniger aufgeregt als frühere Bände, bietet aber dennoch genug Abwechslung für das Auge.
Mein Fazit
Mittlerweile haben die Handlung und auch die Figuren der Saga-Reihe eine gewaltige Geschichte hinter sich. Da ist es wirklich schön zu sehen, wenn auch mal in die Vergangenheit geblickt und Bezug auf vergangene Ereignisse genommen wird. Das sorgt nicht nur für das erwähnte Quäntchen Nostalgie, sondern zeigt auch, dass die Charaktere ihre Trauma und Erlebnisse nicht vergessen haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass das in einem der anderen Bände so spürbar war.
Grundsätzlich ist diese Ausgabe aber deutlich unaufgeregter. Es werden kaum tiefergehende Themen angesprochen, die sich als Metapher auf unsere heutige Welt ziehen lassen, wie es in der Vergangenheit oft der Fall war. Das passt aber zur allgemeinen “Durchatmen”-Stimmung des Bandes. Im Fokus der Handlung steht definitiv die Beziehung von Hazel und Emesis, die hier vermutlich erst in den Kinderschuhen steckt. Ich bin gespannt, wohin die Reise geht, und freue mich auf die Fortsetzung – wie bei jedem anderen Saga-Band auch. Gute Arbeit wie immer.
Meine Bewertung:
10/10 kleine Drum-Sticks
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