15Aug/18

Roll One – A Board Game Story

[Hier bescheuertes aber gleichwohl inspirierendes Zitat zum Thema Gewinnen einfügen]

-oder-

Gewinnen und Verlieren – und warum letzteres FAST wichtiger ist.

Ich werde mich jetzt nicht darüber auslassen, dass man ein guter Gewinner und ein noch schlechterer Verlierer sein soll oder auf das berühmte Zitat von Dr. Rainer Knizia eingehen. Mir geht es heute um was anderes. Letzte Woche hatten wir Robinson Crusoe und wie schwer dieses Spiel ist. Heute schauen wir mal warum das so sein muss.

Im Genre der Co-Op Spiele haben wir verschiedene Kategorien:

Spiele bei denen das Hauptaugenmerk auf dem optimieren liegt.
Wie komme ich am schnellsten von A nach B, z.B. 7th Continent, Burgle Bros, Magic Maze Wie erfülle ich mein Ziel mit den mir gegeben Ressourcen z.B. Mysterium, Legenden von Andor, Hanabi, Und Chaos Management.
Wie halte ich alles zusammen, z.B. Red November, Robinson Crusoe, This War of Mine, Pandemie, Eldritch Horror.
Die ersten beiden sind relativ simpel. Es wird durch eine gewisse Ressourcenknappheit (wenig Zeit, wenig Ressourcen) Druck aufgebaut und diese muss irgendwie gemanaged werden. Hier kann man relativ gut planen und das Spiel eventuell sogar „lösen“, sprich die
perfekte Strategie entwickeln, die meist zum Sieg führt.

Die letztere Variante spricht mich persönlich am meisten an.
Wir haben eine relativ gute Ausgangslage und müssen zusehen wie alles droht auseinander zu brechen. Sei es durch zufällige Events die auftreten können, heranstürmende Gegner die wir bekämpfen müssen oder dadurch, dass wir Ressourcen verbrauchen müssen deren Nachschub aber nicht geregelt ist und jedes Mal auf’s neue erst gesichert werden muss.
Diese Spiele zeichnen sich oftmals durch einen hohen Zufallsfaktor aus, dem aber durch verschiedene Wege entgegengewirkt werden kann.

Egal wie, eines haben alle gemeinsam: Das Spiel darf nicht zu einfach sein.

Ist das Spiel zu einfach zu gewinnen verliert es seinen Reiz, z.B. Pandemie (9/10 auf höchster Schwierigkeit gewonnen) Ist das Spiel zu schwer frustriert es, z.B. Ghost Stories (1/15 auf niedrigster Schwierigkeit gewonnen)
Doch was ist die perfekte Quote um einen Langzeitspaß zu garantieren? 70% ist da so die Meinung…
Ich sehe das ähnlich aber doch anders.
Das (fast) perfekte Beispiel ist für mich Pandemie: Es bietet mehrere Schwierigkeitsgrade
Wenn ich jemandem das Spiel zeigen möchte oder gerade ins Spiel einsteige verwende ich einen geringeren und arbeite mich langsam über den mittleren zum höchsten hoch.
Der niedrigste sollte in 50% der Fälle gewonnen und nur durch schlechtes Spiel verloren werden.

Der mittlere…Tja, da wäre ich dann bei den 70% Niederlagenquote und er darf auch mal durch Pech verloren werden. Der höchste soll die Königsklasse sein und definitiv eine Herausforderung sonders gleichen, selbst wenn ich das Spiel sonst im Schlaf gewinne. 1-3 von 20 sollte man gewinnen, aber auch nur wenn man richtig gut spielt. Sprich mittelmäßiges Spiel sollte bestraft werden, Pech muss irgendwie eingeplant und überwunden werden… So in der Art. Denn ich muss ja immer ein Ziel haben, das ich anstreben kann, das mich aber dennoch auf den Boden der Tatsachen zurückholt.

Naaaaa toll, jetzt hat es ein Troll geschafft über die Mauer zu klettern und verwüstet meine Burg. ZUM ANGRIFF!

Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl . 

08Aug/18

Roll One – A Board Game Story

Wenn morgens der Wecker klingelt, man Arbeit und Kollegen zum Teufel wünscht und einfach nur im Bett bleiben will, kann es schon mal vorkommen, dass man sich auf eine einsame Insel wünscht. Genauso wie das literarische Vorbild zu unserem nächsten Spiel.

Robinson Crusoe – Abenteuer auf der verfluchten Insel

Ebenso wie unser Vorzeige-Schiffbrüchling setzen wir Fuß auf eine unbekannte Insel und versuchen das beste daraus zu machen. In Spielmechaniken gesprochen: Wir haben eins von sechs verschiedenen Szenarien und wollen das zugehörige Ziel erfüllen ohne vorher draufzugehen. Und wie es bei reinen Co-Op Spielen so Tradition ist ist das leichter gesagt als getan. Wenn man sich durch die verbesserungswürdige Anleitung (die wurde in der neuesten Auflage mittlerweile überarbeitet) gequält hat erwartet die Spieler eine Menge an Tokens und Karten, die erst mal alle im Auge behalten werden müssen.

RC ist ein relativ komplexes Worker Placement Spiel in dem jeder Spieler zwei Aktionssteine hat, mit denen er Runde für Runde festlegt was getan wird.
Wir müssen die Insel erkunden um neue Nahrungsquellen zu erschließen.
Wir können auch Dinge bauen, denn auf so einer einsamen Insel hat man nunmal kein Bett dabei…oder eine Schaufel…oder eine Hütte.
Natürlich müssen wir die Nahrung die wir gefunden haben auch erst mal ranschaffen.

Alternativ können wir auch jagen oder nebensächliche Dinge tun wie uns auszuruhen oder das Lager aufzuräumen oder wir wenden unsere wenigen und kostbaren Aktionen dafür auf um drohende Übel abzuwenden.
Viel ist es also nicht was wir tun müssen. Allerdings ist es auch noch viel weniger was wir tun können.
Und so rennen wir von Event zu Event, in den Dschungel hinaus, zurück ins Lager und morgen das gleiche wieder.

Das Problem bei allem was wir tun ist das Risiko das damit einhergeht. Wenn wir jagen gehen, besteht ein hohes Risiko verletzt zu werden. Wenn wir unser sicheres Lager verlassen um den Dschungel zu erkunden können wir uns auch verletzen oder verlaufen oder schlimmeres.
(Fast) Alles was wir tun wird von 3 Würfeln begleitet. Je nach Aktion haben die andere Verteilungen von Erfolg und Fehlschlag, von „Glück gehabt“ oder „doch verletzt“ oder von „bleibt alles ruhig“ oder „passiert etwas unvorhergesehenes“?

Oftmals lassen uns diese Ereignisse zwei Wahlmöglichkeiten, die sich später mal mehr mal weniger gut revanchieren können. All das macht das Spiel, obwohl es ein hart durchstrukturiertes Eurogame ist zu einem der thematischsten Spiele die es gibt.
Nichts ist dabei was keinen Sinn ergibt, was nicht in die Welt passt. Alles ist fein aufeinander abgestimmt. Das Spiel kommt mit 6 Szenarien die sich alle sehr unterschiedlich spielen und eigentlich fast schon wie eigenständige Spiele wirken.

Durch den sehr hohen Schwierigkeitsgrad müssen die mitunter auch sehr oft wiederholt werden bevor man einen Erfolg verbuchen kann. Wem das aber nicht reicht, der kann auf zwei Erweiterungen zurückgreifen. Die Schatzkiste ist eine Sammlung von Modulen und Promos (darunter auch neue Szenarien) während die Fahrt der Beagle eine Kampagne liefert, deren Szenarien auch einzeln gespielt werden können. (Erinnert ein wenig an Master & Commander, wer den kennt…)

Wem das Spielgefühl gefällt das Thema aber nicht, der kann auf First Martians zurückgreifen. Quasi das gleiche Spiel nur, dass man hier Astronauten in einer Mars-Station spielt. Wie dem auch sei: Wer es nicht kennt sollte es dringend spielen. Super designed, sack schwer. Langzeitspaß garantiert. Und nach der Flucht vom Alltag merkt man, dass es auf so ner Insel vielleicht doch gar nich sooo cool wäre…


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07Aug/18

COMIC REVIEW SAGA BAND 2

Mit dieser COMIC REVIEW gehen wir in die zweite Runde von SAGA. Die fantastische Weltraum-Opera geht weiter! Für die frischgebackenen Eltern Alana und Marko hat die Flucht vom Planeten Kluft gerade erst begonnen … kuriose Menschwesen, eine verrückte Story und ganz große Unterhaltung sind also wieder garantiert!

01Aug/18

Roll One – A Board Game Story

„Brettspiele sind doch nur was für Nerds, aber hast du mal von Fantasy Football gehört?“

-oder-

Spiele mit Liga- oder Wettbewerbssystem

Es gibt viele Spiele die in einem offenen Wettbewerb ausgetragen werden. Wenn man sich zum Beispiel nur mal die Catan-Meisterschaft anschaut… Aber das meine ich jetzt nicht. Nein, mir geht es um Spiele die förmlich darum betteln in Wettkämpfen oder Ligen ausgetragen zu werden.

Ebenso mannigfaltig wie Spiele und ihre Spieler sind die Möglichkeiten.
Da gibt es Formula D, für das so gut wie jede Rennstrecke der Welt erschienen ist und auf der man gemäß dem Formel 1 Rennkalender seine eigenen Rennen austragen kann.
Rallymaster, der das Zeitrennen von Rally-Wertungsprüfungen simuliert.
Diverse Spiele die in Ligen Football simulieren, wie zum Beispiel unser letztwöchiges Blood Bowl, oder Dreadball oder keine Ahnung wie sie alle heißen.

Ja, selbst für Baseball gibt es Möglichkeiten mit Baseball Highlights 2045 eine Saison zu simulieren. Die nächste Variante des Wettkampfes ist altbekannt aber trotzdem nicht in die Jahre gekommen.
Hier haben wir unsere 1 gegen 1 Kartenspiele wie Magic The Gathering oder die unzähligen Vertreter. Aber auch neuere Varianten, wie zum Beispiel Krosmaster Arena, das ein Skirmish Match in MOBA-Manier simuliert, Warhammer Underworlds: Shadespire, das ebenfalls ein sehr schneller und abwechslungsreicher Kampf um, dieses Mal, Siegpunkte ist oder das mittlerweile zu gewaltiger Größe herangewachsene X-Wing.

Auch hier werden mit hoher Regelmäßigkeit Turniere ausgetragen, deren Gewinner sogar schon oftmals mit Preisgeldern ausgezeichnet werden.

Und irgendwie geht doch alles auf die guten alten Klassiker zurück, die abstrakten Vorväter wie Schach und Go. Das zeigt wieder mal, dass der Wettkampf dem Menschen ebenso wichtig ist wie das Spiel. Ich persönlich hoffe ja, dass wir irgendwann einmal über Twitch, wie selbstverständlich, das Finale der Weltmeisterschaft in Wiz-War anschauen können. Denn, wenn wir ehrlich sind, hat eSport seine Wurzeln doch auch nur bei Bobby Fischer gegen Boris Spasski.

Läufer nach D7. Schach und Matt.

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01Aug/18

COMIC REVIEW BATMAN DER DUNKLE PRINZ BAND 2 ENRICO MARINI

In der heutigen Comic Review geht es um BATMAN DER DUNKLE PRINZ BAND 2 von ENRICO MARINI.

25Jul/18

Roll One – A Board Game Story

Auch das heutige Spiel wurde von euch gewünscht…

Gut, ok, es wurde kurz in einem Kommentar erwähnt, aber das tut jetzt nichts zur Sache.
Blood Bowl stammt aus der Feder von Games Workshop und hat sich seit mittlerweile 32 Jahren in die Herzen seiner Fans gespielt.

Ich werde jetzt nicht das wiederholen was ich schon beim Kartenspiel geschrieben habe aber ich hoffe dennoch zumindest ein wenig lesenswertes zusammenzubringen.

Dank der aktuellen Games Workshop Geschäftsstrategie, die „alten Klassiker“ wieder aufleben zu lassen, erblicken viele Spiele wieder das Licht der Brettspielwelt: Space Hulk, Dreadfleet, Necromunda und eben Blood Bowl. Bei letzterem hat sich zwar in den letzten Jahren nicht sooo viel getan aber dennoch hat es das Living Rulebook auf mittlerweile 6 oder 7 Editionen gebracht, die in der aktuellsten Auflage auch dem Spiel als Grundlage dienen.
Somit können alte Teams auch eins zu eins übernommen werden. Werte und Strategien sind unverändert geblieben. Klar, kommen jetzt durch GW neue Modelle heraus, da das heutige Spielbrett und die Figuren allesamt ein kleines bisschen größer sind als früher.

Warum aber der ganze Aufstand? Warum ein Spiel wiederbeleben, dessen letzte Auflage auch schon 24 Jahre alt ist?

Alles für die Fans!

Die Fans haben das Spiel all die Jahre am Leben erhalten, haben ganze Ligen organisiert und das Spiel weiterentwickelt (siehe Living Rulebook). Es gab Videospiele dazu, unzählige Kickstarterkampagnen wurden gestartet, mit deren Hilfe ambitionierte Fans neue Designs für bestehende Teams entwickelt haben, Webseiten und Foren mit Strategien und Teambuilds dienten dem Austausch.

So, genug vom zeitlichen Abriss. Worum geht’s? Naja, Football halt…

Wir versuchen den Ball in die Endzone des Gegner zu tragen oder zu passen, während wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen und mal mehr oder weniger unfaire Mittel einsetzen. Hier helfen uns verschiedenste Wesen von kleinen Goblins über Elfen hin zu Zwergen auf riesigen stachelbewehrten Walzen, die schon einem Panzer gleichen.

Es wird viel gewürfelt. Sehr viel… alles wird ausgewürfelt.

Ich hebe den Ball auf – Wurf – Ich versuche meinem Mitspieler zuzupassen – Wurf – Der Gegner versucht abzufangen – Wurf – Kommt mein Pass auch an? – Wurf – Kann mein Mitspieler ihn fangen? – Wurf – Wenn nicht: Wo springt er hin? – Kann ich ihn mit Glück vielleicht doch noch aufheben?
Das war der Ablauf eines Passes. Nur eine Aktionen von mehreren die man mit jeder der 11 Spieler pro Seite pro Zug (8 pro Halbzeit) ausführen kann. Wem das gefällt, der sollte aufhören zu lesen und sich endlich das Spiel besorgen.

Im Endeffekt bietet einem das Spiel alles was man braucht. Der Footballfan kann das Spiel selber spielen (relativ „realistisch“ sogar) und hat ein Ligasystem (vergleichbar mit Fantasy Football – nur, dass man selber bestimmt was passiert).

Der Brettspieler hat ein super Spiel, das allein vom Basisset auch schon ausreicht.
Der Tabletop/Miniaturenspieler hat den Figurenbau und -bemal Aspekt. Alles was für das Kartenspiel gilt, gilt auch hier und noch mehr.
So… und jetzt weiß ich nicht wie ich es beenden soll, damit was rundes draus wird.

Egal…


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