Stephen King – The Stand 2

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Auf dem Cover zum zweiten Band der Stepehen King Umsetzung zu The Stand ist ein Mann mit Rot-Braunen Haaren zu sehen, der einen Hammer in der einen Hand und einen sehr großen Nagel in der anderen Hand hält. Im Hintergrund sieht man eine Mneschenmenge und ein Kreuz, dass etwas hervorgehoben ist.
Autor:In:Stephen King,
Roberto Aguirre-Sacasa
Zeichner:In:Mike Perkins
Verlag:Panini
Genre:Endzeit / Horror
Seiten:264
Format:Hardcover
Preis:39,00 €

Die erste Welle von “Captain Trips” ist überstanden, und die wenigen Überlebenden finden langsam aufgrund von merkwürdigen Träumen ihren Weg zueinander. Dabei spalten sie sich in zwei Lager auf. Während die einen dem Licht folgen, hat das andere Lager deutlich finsterere Absichten und wird von einer dunklen Macht gelenkt.

Strukturiertere Erzählweise trifft auf Gegensätze

Während sich unsere im ersten Band eingeführten Charaktere langsam aber sicher aufeinander zubewegen, wird eine weitere Seite beleuchtet. Diese wird sogar in einem gesonderten Kapitel eingeführt: die Schergen des Bösen. Dort werden uns neue Figuren gezeigt, die sich auf die Seite von Randall Flagg schlagen und definitiv böse Absichten verfolgen.
Dabei kommt die Erzählweise deutlich ruhiger daher. Die von mir im Vorgänger noch bemängelten hektischen Sprünge zwischen den Charakteren finden nun deutlich weniger statt. Das liegt natürlich daran, dass sich die Charaktere zusammenschließen, aber auch daran, dass ein roter Faden erkennbar wird. Trotzdem werden auch weiterhin neue Figuren etabliert, nicht nur auf der dunklen Seite. Dabei stechen die immer wieder gut geschriebenen Charaktere und Dialoge heraus. Ein Highlight ist hier Tom Cullen, der als beeinträchtigter Mensch eine ganz besondere, emotionale Ebene in das Endzeitszenario einbringt und zusammen mit Nick ein etwas anderes Duo bildet.

Albtraumhafte Bilder

Grundsätzlich ändert sich der Ton des Comics ein wenig mehr in Richtung Horror, besonders in den Traumsequenzen. Diese Elemente tauchten bereits im ersten Band auf, spielen nun aber eine deutlich wichtigere Rolle. Vor allem die Traumsequenzen heben sich optisch und auch von der Tonalität stark vom Rest ab.
Die Darstellung ist dabei abhängig von der Grundstimmung: Handelt es sich um einen Albtraum, zeigen sich teils verstörende Bilder, die eine deutliche Horrorstimmung erzeugen – optisch düster gehalten mit teils grotesken Wesen oder Bilder zu sehen. Anders sieht es bei den guten Träumen aus. Diese sind zwar eher rar, haben aber eine deutlich hoffnungsvollere Stimmung und sind hell gestaltet, wie an einem sonnigen Tag. Damit erzeugt der Comic eine andere Atmosphäre als noch im ersten Band und ebnet den Weg für ein neues Handlungs- und Stimmungskapitel.

Mein Fazit

Für mich entfaltet “The Stand” mit dem zweiten Band erst so richtig sein Potenzial. Auch was die Charaktere und Dialoge angeht, fand ich die Fortsetzung noch einmal deutlich stärker. Der Lesefluss hat mir um einiges besser gefallen, da die Sprünge seltener ausfallen, was ich beim ersten Band noch kritisiert habe. Die Charaktere sind mittlerweile etabliert und finden zueinander, was sowohl die Dynamik zwischen den Figuren als auch den Spannungsbogen auf ein neues Level hebt.
Auch die deutlich stärkeren Horror-Momente sind ein absoluter Gewinn für die Handlung. Mit dem ersten Band und dem Einstieg war ich noch nicht so ganz warm geworden, aber der zweite Band hat mich deutlich mehr in seinen Bann gezogen. Stephen King eben. Ich bin gespannt, wie das Ganze mit dem dritten Band zum Finale kommt.

Meine Bewertung:

9/10 kleinen Medikamentendöschen

Von Tony K

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