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September 27, 2020

Moonshine 1 – Familiengeheimnisse

Gangster, illegaler Alkohol und … Werwölfe?!

Amerika, 1920: Die Prohibition hat im ganzen Land den Verkauf und die Herstellung von Alkohol zu einer Straftat gemacht. Der Alkoholhandel auf dem Schwarzmarkt floriert. Um eine neue Handelsroute zu eröffnen, reist Lou Pirlo, ein Schmuggler aus New York, in die hintersten Appalachen, um dort mit dem Schwarzbrauer Hiram Holt zu verhandeln.

Lou ahnt nicht, dass Holt rücksichtsloser ist als jeder Mafialboss aus der Stadt. Um seine Schwarzbrauerei geheim zu halten, geht er über Leichen … und er hütet noch ein viel tödlicheres Geheimnis, das sich nur im Mondlicht offenbart …

Zeichner:Brian Azzarello
Autor:Eduardo Risso
Verlag:Image / Cross Cult
Seitenzahl:144
Format:Hardcover
ISBN:

Inhalt
Die Wahl des Titels für diesen Comic ist einfach nur genial. In erster Linie geht es um die sogenannten Moonshiners, die in der Prohibitiosnzeit illegal Schnaps gebrannt haben. Zudem kommen auch übernatürliche Elemente ins spiel, wie Werwölfe.
Finde ich einfach genial.
Der Hauptprotagonist ist Lou Pirlo und arbeitet für einen Schnaps-Mafia-Boss. Wie es immer so ist, erfährt man im Laufe des Bandes mehr über seine Vergangenheit. Leider hält sich der Autor hier sehr zurück, womöglich gibt es im zweiten Band mehr darüber zu lesen.
Der ganze Comic hat ein unglaubliches Tempo was dem Leser wenig Zeit zum Durchatmen lässt. Das liegt daran, dass es wenig ruhige Passagen gibt und Lou immer weiter in Schwierigkeiten gerät.
Die Momente in denen es zum übernatürlichen kommt, sind eher gering und wirken dadurch nie dick aufgesetzt.

Zeichnungen
Der Stil des Künstlers hat mir sehr gut gefallen, da er die Atmosphäre und Stimmung sehr gut einfängt. Risso verwendet überwiegend gleiche Farbtöne für die gerade passende Situation. Nachts verwendet er zum Beispiel überwiegend Blaue und Lila Farbentöne.
Generell wird sehr viel Schwarz verwendet und mit Schattierungen gearbeitet.

Fazit
Mir hat der erste Band gut gefallen und gerade das Setting spricht mich sehr an.
Stellenweise hatte ich Probleme dem Comic zu folgen, da man immer wieder mit Charakteren konfrontiert wird, die der Comic nie richtig einführt und nur beim Namen nennt. Mir fällt es dann oft sehr schwer die einzelnen Personen zu identifizieren und auseinander zu halten.
Auch vom Hauptcharakter Lou weiß ich nicht was ich halten soll. Wirklich sympathisch ist er nicht und man erfährt sehr wenig über ihn.
Das könnte aber auch bedeuten, dass wir einen starken zweiten Band bekommen könnten, der mehr auf die Charaktere eingeht und mehr über die geheimnisvolle Vergangenheit von Lou erzählt.
So oder so freue ich mich darauf mehr zu Lesen über die Moonshiners und das Mysterium der Werwölfe.

Bewertung
7/10 kleine Schnapsgläser