Mai 26, 2022

Thor: König von Asgard 3 – Familienkonflikte

Autor:In:Donny Cates
Zeichner:In:Alessandro Vitti,
Michele Bandini,
Pasqual Ferry,
Robert Quinn
Verlag:Marvel / Panini
Seiten:100
Format:Softcover
Preis:13,00€
ISBN:9783741623981

Mjölnir, der Hammer von Thor und treuer Begleiter, lässt sich immer schwerer führen. Er beginnt eine Art Eigenleben und ist unberechenbar. Das wird sehr deutlich als sich der Donnergott mit den Avengers trifft.
Thors Vermutung, er ist nicht mehr würdig, da er weniger schlachten schlagen muss als Allvater. Bis er eine Lösung für das Problem findet, lässt er den Hammer in Gewahrsam bei den Avengers. Leider helfen deren Sicherheitsmaßnahmen nicht wirklich und der Hammer wird gestohlen. Das macht die Lage viel drastischer und Thor muss handeln.

Donny Cates at its best?

Zu Beginn des Comics zeigt Donny Cates sich wieder von seiner besten Seite. Die Zeit, die Thor in der Welt von Donald Blake verbracht hat, ging nicht spurlos an ihm vorbei und das schreibt er wieder fantastisch.
Diese Zerrissenheit des neuen Allvaters ist deutlich zu spüren, verblasst aber bedauerlicherweise nach kurzer Zeit wieder. Ungünstigerweise wirkt der ganze Band etwas zu unstrukturiert und vollgepackt. Das schlägt sich auf Thor nieder und wird besonders in seinen nicht nachvollziehbaren Handlungen spürbar. Ein Beispiel:
Kurz nachdem er den Hammer abgegeben hat, trifft er sich mit Jane Foster und erzählt ihr alles, auch die Vision des schwarzen Winters. Allerdings tut er so als wäre alles in Ordnung und versucht es zu überspielen. Diese Art widerspricht sich mit seiner Zerrissenheit vom Anfang es Comics.

Ein Aufgebot an Zeichner:innen.

Mit Blick auf die Übersicht wird schnell klar, dass dieser Band nicht von Nic Klein gestaltet wurde, sondern ein paar mehr Künstler:innen mitbringt. Die Kreativteams haben einen sehr identischen Stil und somit der Wechsel untereinander nicht so schlimm. Allerdings ist der Unterschied zwischen diesen Künstler:innen und Nic Klein oder Aaron Kuder schon deutlich spürbarer. Nic Klein und Aaron Kuder arbeiten deutlich detailreicher. Das zeigt sich besonders bei den Charakteren, manche sehen sehr lieblos gestaltet aus. 

Mein Fazit:

Ich habe mich auf diesen Band sehr gefreut, denn die beiden Vorgänger-Ausgaben haben mir schon extrem gut gefallen. Leider ist dieser Comic der bisher schlechteste. Die 100 Seiten sind deutlich zu wenig für das, was Donny Cates erzählen möchte. Er reist deswegen viele kleine Handlungen an und teasert somit nur die kommenden Geschichten an. Dabei ist er auch sehr inkonsequent und es fehlt an klarer nachvollziehbarer Linie. Es wirkt etwas willkürlich.
Optisch war der Comic für mich nur ok, aber auch keine Augenweide, wie es zum Beispiel ein Nic Klein mit seinen spektakulären Splash Pages wäre.
Allerdings hat mir der Blick in die Zukunft bzw. in die Vision des schwarzen Winters sehr gut gefallen. Das zeigt eine extrem interessante Richtung und stimmt mich positiv neugierig auf die nachfolgenden Ausgaben.

Meine Bewertung:

6/10 kleine Mjölnirs

Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Danke für die Bereitstellung.