Die Welt steht am Abgrund…

…oder ist schon drüber…

Wir versuchen die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren…

…oder alles wieder aufzubauen…

Pandemic Legacy: Season 1 und/oder 2

Das Spiel, dass einen Ruck durch die Community gehen lies.

Pandemie hat seit seinem Erscheinen 2008 viele Preise abgeräumt und das, auch wenn mir das Spiel nicht mehr so wirklich gefallen mag, aber zu Recht.

Denn selten hat es ein Spiel geschafft so zugänglich zu sein. Kooperativ, mit einem „Reale-Welt-Szenario“, interessanten Spielerfähigkeiten, relativ gut skalierbarem Schwierigkeitsgrad, simplen Regeln…

Ja, Pandemie ist ein gutes Spiel.

Jetzt noch ne geile Story drauf und Überraschungen eingebaut, ZACK, ist der Kassenschlager fertig.

Genauso geschehen bei Pandemic Legacy, der brettgewordenen Fernsehserie.

Hier beginnen wir in einer relativ überschaubaren Krisensituation und versuchen verschiedene Krankheiten der Erde zu behandeln bevor diese Überhand nehmen.

[SPOILER ZUR STORY]

Doch damit ist es nicht getan, denn irgendwann mutiert eine Krankheit so weit, dass unsere Mittel nicht mehr reichen.

Das Militär eilt zu Hilfe und gerade als alles wieder ein bisschen besser aussieht drückt irgendein General den falschen Knopf und das Militär wendet sich gegen uns. Trotz allem gelingt es uns die Auswirkungen der mutierten Seuche zumindest etwas in den Griff zu bekommen.

Doch dann finden wir heraus, dass alles auf menschliches Handeln zurückzuführen ist.  Irgendjemand versucht die Menschheit auszulöschen. Wer „Helix“ gesehen hat…

70 Jahre vergehen, wir stehen am Rande der Vernichtung und Season 2 beginnt.

Hier haben wir uns ganz wie in „The Last Ship“ auf See zurückgezogen und versuchen die Menschheit per Hilfslieferungen am Leben zu halten. Gleichzeitig müssen wir aber herausfinden wer wo überhaupt noch lebt, denn in den letzten Jahren ist die Kommunikation immer weiter zusammengebrochen. Wir finden eine Organisation die alles nur schlimmer macht, aber auch mehr Menschen die unsere Hilfe brauchen. Schlussendlich schaffen wir es unter dem größtmöglichen Opfer die Menschheit zu retten.

[spoiler ende]

Auch wenn das alles gar nicht so spektakulär klingt schaffen es beide Spiele uns so in den Bann zu ziehen.

Jeder benennt einen Charakter und verkörpert diesen durch die folgenden Runden. Man entwickelt Fähigkeiten, Beziehungen, zieht sich Narben zu, die dem Charakter durchaus nochmal eine Extraportion Charakter verleihen, man hofft und leidet, dass man jetzt nicht draufgeht.

Zusätzlich zu diesen persönlichen Entwicklungen vollzieht das Spiel selbst eine Wandlung: Aufkleber werden auf das Brett geklebt,

Verbindungen gezogen, Straßen blockiert, Städte ausgelöscht, Karten zerrissen.

All das sorgt für eine tiefgehende Erfahrung die ich hier nicht weiter totreden möchte.

Nur so viel. Season 2 ist nochmal um einiges besser als Season 1, da hier vom bewährten Pandemie Spielprinzip abgewichen und etwas neues präsentiert wird. Alles ist ähnlich aber trotzdem komplett anders.

Tut euch selbst einen Gefallen und spielt es. Und wenn ihr euch nicht sicher seid, dann zumindest Season 2.

Ihr werdet es nicht bereuen.

Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl .