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September 26, 2021

Undiscovered Country 1 – Schicksal

Autor:In:Charles Soule,
Scott Snyder
Zeichner:In:Guiseppe Camuncoli,
Danielle Orlandini,
Matt Wilson
Verlag:Image / Cross Cult
Seiten:176
Format:Hardcover
Preis:22,00€
ISBN:978-3-96658-433-3

Amerika hat sich vor 30 Jahren vom Rest der Welt abgeschottet. Niemanden gelang es seit dem in das Land einzureisen oder aus dem Land herauszukommen.
Bis auf einmal eine mysteriöse Video-Botschaft von Amerika an die Außenwelt versendet wurde und sich dadurch alles verändert hat.
Ein Forscherteam wird nun nach Amerika versendet, um in das Land einzudringen und sich mit der Kontakt-Person zu treffen.
Doch ganz so einfach wird das nicht, denn das Expeditionsteam findet sich in einem Amerika wieder, dass alles auf den Kopf stellt, was sie bisher kannten.

Das Künstlerteam.

Beim Blick auf die Künstler, die Undiscovered Country geschaffen haben, wird schnell klar, dass das etwas ganz Besonderes sein muss.
Schon alleine die beiden Autoren, Snyder und Soule sollten den meisten Comic lesenden ein Name sein.
Soule war zuletzt mit unter verantwortlich für Daredevil und Snyder schreibt seit einigen Jahren Batman Comics.
Für mich war daher die Erwartung an diesen Comic sehr hoch.

Das Setting und Pacing.

Den Stil bzw. das Setting von Undiscovered Country zu beschreiben fällt mir sehr schwer, denn die Künstler haben sich mehrerer Post-Apokalypse-Szenarien bedient und diese vermischt.
Generell muss ich sagen ist die künstlerische Freiheit fast grenzenlos in diesem Comic und den lesenden erwarten einige Überraschungen, denn es ist nahezu alles möglich.
Aus Spoiler gründen möchte ich auch nicht konkreter werden, da ich das erste optische Erleben vom “neuen Amerika” nicht vorwegnehmen möchte.
So viel sei aber gesagt, auch als Leser:Inn des ersten Bandes bietet das Szenario auch weiterhin Überraschungen für die Zukunft, denn es wurde mit dieser Ausgabe nur an der Oberfläche gekratzt.
Leider muss ich an dieser Stelle aber auch etwas Negatives ansprechen und das war definitiv der Einstieg in den Comic und der Lesefluss der ersten Hälfte.
Als Lesender kommt man zwar voll auf seine Kosten, da der Comic einiges an Zeilen zu lesen bietet, allerdings nimmt das dem Comic auch extrem die Dynamik.
Die Charaktere wirken anfangs auch alles andere als sympathisch und sind mit vielen Geheimnissen versehen, die es gilt, im Laufe des Comics herauszufinden bzw. zu entdecken.
Das sorgt dann allerdings auch, dass sich die Dialoge teils etwas anstrengend lesen, da alle Figuren des Expeditionsteams ihren eigenen Willen haben und daher wenig kooperativ sind.

Die Optik.

Das Team aus Zeichner und Kolorist konnte in diesem Werk einige Ideen frei umsetzen und das sieht man auch. Optisch bekommen die Lesenden einige Überraschungen geboten.
Das hat mich sehr an die künstlerische Freiheit der Saga Comics erinnert, auch wenn die tatsächlichen Zeichenstile und Kolorierungen sich doch sehr unterscheiden.
Es macht einfach Spaß in diese Welt einzutauchen und diese zu erkunden.
Der Stil selbst hat mich etwas an die Comic-Reihe Oblivion Song von Robert Kirkman erinnert. Das liegt hauptsächlich daran, dass der Kolorist viele Blau-, Lila- und Grüntöne verwendet und einen gewissen Neon-Look hat.

Mein Fazit:

Der Lesefluss zu Beginn des Comics hat es mir etwas schwer gemacht so richtig in den Comic zu finden. Die Flashbacks in die Vergangenheit der einzelnen Figuren des Expeditionsteams, waren zwar sehr wichtig aber haben mich auch aus der Atmosphäre gerissen und den Lesefluss gestört.
Besonders zu Hälfte und auf Ende des Comics lassen die Autoren aber ihre Muskeln spielen und liefern eine großartige Geschichte ab, die mich absolut überzeugt hat.
Ich freue mich darauf noch weiter dieses Land zu erkunden und zu erleben, was sich das Kreativteam noch alles einfallen lassen hat.

Meine Bewertung:

8/10 kleine Silbermünzen