September 28, 2022

Here to Slay

Eine nicht totzukriegende Spielereihe ist Munchkin.

Fast schon wie Top Trumpf gibt es Munchkin zu allen möglichen Themen: Standard, Conan, Sci-Fi, Ninja, Warhammer 40K usw usw usw.

Alles immer mit dem gleichen zugrunde liegenden Mechaniken: Wir ziehen Karten von einem Deck welche Boni und Monster beinhalten.

Die Boni in den verschiedensten Formen helfen und die Monster zu besiegen und Stufen aufzusteigen. Wenn wir dann durch ein getötetes Monster Stufe 10 erreicht haben, haben wir gewonnen.

Das Problem dabei ist, dass die anderen Spieler versuchen das zu verhindern indem sie mich schwächen, das Monster stärken, mir Boni klauen usw usw usw.

Nach einer geschätzten Spielzeit von 63925340 Stunden gelingt es endlich einem Spieler in dem Moment stark genug zuzuschlagen damit niemand reinpfuschen kann und alle sind froh, dass es vorbei ist.

Versteht mich nicht falsch, Munchkin ist echt witzig. Es steckt so viel Liebe in den Karten und deren Humor, dass es schade ist, dass es nur für 1-2 Partien Spaß macht und danach im Regal verstaubt.

Je nach Zielgruppe hält es vielleicht auch etwas länger durch.

 

Warum schreibe ich über ein Spiel das ich nicht leiden kann? Um euch die mal in die richtige Grundstimmung zu bringen.

 

S: „Was spielen wir heute?“

W: „Wie wär’s mit Here to Slay?“

S: „Ok“

…die Spieler bauen auf…

W: „Die meisten erinnert es an Munchkin…“

 

Here to Slay

 

ist ein kleines Kartenspiel mit dem Artwork von…äh…na…na dem einen Einhornspiel halt.

Der Spielverlauf ist relativ ähnlich. Wir ziehen Karten und versuchen so Monster zu besiegen oder eine Gruppe aus Abenteurern zu versammeln. Wer’s zuerst schafft gewinnt das Spiel.

Hierbei können die Mitspieler immer wieder reingrätschen. Entweder man fordert den aktiven Spieler heraus und versucht so die Aktion zu unterbinden oder man stärkt oder schwächt Monster oder Spieler.

Der Vorteil von HtS gegenüber von Munchkin ist, dass man bei HtS etwas mehr tun kann: die verschiedenen Karten haben teilweise noch Spezialaktionen.

Außerdem ist man von den Aktionen eingeschränkter und es wird nicht einfach automatisch gekämpft wie bei M sondern man muss immer noch würfeln. Das bringt zumindest etwas Spannung rein.

Auch werden die Monster nicht aus einem gemeinsamen Deck in der Mitte gezogen sondern es liegen immer drei offen aus. So kann man wenigstens etwas planen.

 

Unsere Testpartie, die ihr auf unserem Youtubekanal sehen könnt hat jetzt nicht sonderlich lang gedauert, weil die Würfel einfach absurd gut gefallen sind, aber dennoch sehe ich die Gefahr, dass sich HtS ähnlich lange ziehen kann. Abgesehen davon schlägt es in die gleiche Kerbe wie Munchkin…daher gibt es von mir nur eine Empfehlung für Fans von Munchkin.

Für alle anderen gibt es genug anderes…

 

 

 

Roll One – A Board Game Story
Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu auf geekeriki.tv, geschrieben von Mr.Schnizzl