April 17, 2024

Xenoshyft

Kooperative Deckbuilder sind für mich immer noch etwas Besonderes, obwohl man diese mittlerweile in den verschiedensten Ausführungen bekommen kann.

Was ich allerdings noch nicht gesehen habe ist ein kooperativer Deckbuilder bei dem man den Mitspielern direkt helfen kann. Dazu noch das Alien-Thema. Perfekt.

Gut, das verdeckte Vorrücken bzw. Annähern aus Legendary Encounters Alien fehlt noch, aber man kann und muss ja nicht alles haben.

Hab ich schon erwähnt, dass es um genau zu ein ein Tower (bzw. Base) Defence Spiel ist?

 

Xenoshyft

 

ist ein klassischer Deckbuilder mit zwei Ressourcen. Eine ist zum kaufen die andere zum kämpfen da.

Wohingegen andere Deckbuilder oftmals das vorsichhinoptimieren erlauben steht dem hier ein knappes Zeitlimit gegenüber. Zusätzlich zu diesem Zeitlimit werden die Gegner auch in 3 Stufen besser. Analog dazu schalten wir auch bessere Karten im Markt frei.

 

Xenoshyft zeichnet sich durch seinen Karteneinsatz aus. Zum einen gibt es Soldaten, die einen Kampfwert mitbringen, zum anderen aber auch Ausrüstung die wiederum gespielte Soldaten verbessern kann, ohne diese allerdings selten einen Nutzen hat.

Während jeder Runde spielen wir so unsere Karten aus, kaufen neue und setzen alles in die Kampflinie. Diese Kampflinie schicken wir dann in den Kampf gegen die herannahenden Aliens.

Wer überlebt darf weiterkämpfen bis kein Feind mehr übrig ist. Sollten die eigenen Einheiten gewinnen gut, haben die Aliens am Ende die Oberhand, dann nich so…

 

Der Clou bei dem Spiel ist, dass ich die Karten nicht für mich kaufen muss, sondern ich kann sie auch meinen Mitspielern zukommen lassen. So kommt in meinen Augen ein richtiges Gemeinschaftsgefühl auf. Es geht nicht nur darum gemeinsam ein Ziel zu erreichen sondern man kann auch jemandem unter die Arme greifen wenn es nicht so gut läuft.

 

So sehr mir Xenoshyft gefällt bin ich jedoch nicht 100%ig glücklich damit.

Für mich fehlt ein bisschen der Wiederspielreiz. Die kaufbaren Karten sind in Ordnung, aber die Gegner und Bosse dürften durchaus etwas abwechslungsreicher sein.

Ja, ich weiß, es gab einen Haufen kleiner Erweiterungen allerdings gab es die alle nur auf Englisch und so wirklich verfügbar ist da heute auch nichts mehr. Wenn ich jetzt also mit meiner deutschen Version (die ich extra genommen habe um die Einstiegshürde für meine Mitspieler zu senken) mehr content haben möchte schau ich in die Röhre. Denn selbst wenn ich auf die englische Version wechseln würde bekomme ich nur einen kleinen Teil des erschienenen Materials. Sehr schade, denn das Spiel hätte in meinen Augen mehr Unterstützung verdient.

 

Roll One – A Board Game Story
Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu auf geekeriki.tv, geschrieben von Mr.Schnizzl