Ich bin ein großer Fan von Dice-placement Spielen wie „Auf den Spuren von Marco Polo“ oder „Alien Frontiers“ oder dem Klassiker „Troyes“.

Traurigerweise ist der Versuche meine Herzdame mittels „Grand Austria Hotel“  an solche Spiele heranzuführen an der absoluten Enttäuschung unsererseits gescheitert.

 

Momentan versuche ich ja EIGENTLICH meine Sammlung zu verringern und daher werden Spiele aussortiert die quasi auch durch ein anderes genauso gut abgedeckt werden können. So mussten schon vor langer Zeit Marco Polo und Troyes die Koffer packen. Alien Frontiers ist super und macht das genauso gut… Ätsch, falsch gedacht.

Es wurde ersetzt, durch ein Spiel, dass das mit den Würfeln genauso gut macht…und das ganze mit einem anderen Lieblingsmechanismus von mir vereint, dem Deckbuilding.

 

Verdammte Axt, es gibt ein Spiel mit Dice placement und Deckbuilding das modular ist und ein leicht greifbares Thema hat. Bäm, count me in.

Eine Runde gespielt und ich war verliebt, ja gar schon liebestrunken:

 

Die Tavernen im Tiefen Thal von Schmidt Spiele. Wolfgang Warsch, der Designer, hat hier ein schönes Mittelgewicht für 2-4 Spieler mit 60min Zeit erschaffen.

 

Wir sind Wirte die versuchen möglichst viel … Siegpunkte (Sorry, aber ich weiß grad nicht wie offiziell genannt werden) zu erWIRTschaften (Get it? Get it?). Hierzu können wir verschiedene Bedienstete oder Upgrades mit Gold erkaufen. Die Bediensteten geben uns schlichtweg verschiedene Boni um zum Beispiel mehr Effekte nutzen oder auch die Würfel beeinflussen zu können, was man halt so kennt. Die Upgrades verbessern unsere Lager- oder Produktionsfähigkeit. Alles gibt natürlich auch ein paar Punkte.

Die dicken fetten Punkte kommen aber durch die durstigen Gäste, die mit Bier angelockt werden oder aber durch die Adeligen, die sich nur in der Kneipe niederlassen wenn man sich um ein schöneres Ambiente bemüht. Auf deutsch, jedes Upgrade der Kneipe bringt automatisch einen Adeligen.

 

Alle Gäste müssen dann mit dem entsprechenden Würfel bedient werden und zahlen mit Geld. Natürlich habe verschiedene Gäste auch besondere Effekte wenn sie eingeladen („gekauft“) werden.

Alle Angestellten und Gäste landen als Karten in unserem Deck.

 

Dazu gibt es noch verschiedene Effekte die zu bestimmten Zeitpunkten auftreten oder die durch die bereits mitgelieferten Module eingeführt werden.

 

Das Spiel ist schnell erklärt und genauso schnell gespielt.

Wem das allerdings dann etwas zu simpel ist der kann die bereits erwähnten Module dazu packen und schon hat man einen richtigen Brocken auf dem Tisch an dem die eine oder andere Hirnwindung zugrunde geht.

 

Preislich liegt das Spiel so bei ca. 30€ und damit schon am unteren Ende eines Brettspiels mit derart viel Material.

 

Ohne Mist, schaut’s euch an. Bei mir hat das Spiel so einen bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich am gleichen Abend oder am nächsten Tag gleich beim Willi vom Ultra Comix das letzte Exemplar reserviert hab.

…und wenn mich ein Spiel so umhaut, obwohl ich im Vorfeld so skeptisch war (hab ich nich erzählt, is aber auch unerheblich), dann heißt das was.

 

Wirt!? Noch ne Runde!

 

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl