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November 30, 2020

Doctor Strange 2 – Der doppelte Doktor (Marvel Neustart)

Dr. Strange kehrt nach Hause zurück – und wird von Dr. Strange angegriffen?! Die Wahrheit über den wütenden Doppelgänger erschüttert die Welt des Meisterzauberers genauso wie der Preis, den er und seine Freunde für Stephens magische Schulden zu zahlen haben. Inklusive der Jubelnummer Doctor Strange 400!

Zeichner:Butch Guice
Javier Pina
Jesus Saiz
Autor:Mark Waid
Verlag:Marvel / Panini
Seitenzahl:156
Format:Softcover
ISBN:9783741613289

Inhalt
Der ganze Band ist in drei etwas umfangreichere Handlungen und in drei kurze Sonderausgaben aufgeteilt. Letztere haben mir gar nicht zugesagt. Das ist aber bei sehr kurzen Comics oft der Fall.
Die erste Story bezieht sich noch auf den vorherigen Band und löst den dort entstandenen Cliffhänger auf. Leider wird die Identität des zweiten Doktors zu schnell aufgelöst und, wie ich finde sehr unspektakulär.
Die darauf folgende Geschichte fängt in der Vergangenheit an und endet in der Gegenwart. Für mich funktioniert diese Handlung von allen am besten, da sie sich flüssig lesen lässt und eine gute Spannung aufbaut.
Mit der dritten und letzten großen Handlung geht es wieder eher in Richtung Hauptkanon. Der Doktor wird von einer Art Magie-Buchhalter konfrontiert, da er sein Magie-Pensum überschritten hat. Jede Magie hat schließlich seinen Preis.
Nette Idee – aber für meinen Geschmack wirkte sie etwas zu unglaubwürdig und aufgesetzt.
Es passt einfach nicht zur magischen Welt. 

Zeichenstil
Durch das Wechseln der Zeichner, durch die verschiedenen Handlungen geht einiges an Atmosphäre verloren.
Stellenweise verliert man auch sehr leicht die Übersicht über das Geschehen, gerade wenn es hektisch wird. Das war in Band eins, durch die farblichen Kontraste besser gelöst (siehe Band eins).
Charaktere sind überwiegend gut gezeichnet aber manchmal fehlt es ihnen an Details. Das macht es oft schwer sie auf Anhieb zu erkennen oder zu identifizieren. Gerade, wenn man Neuleser ist.

Fazit
Doctor Strange 2 war für mich eine Enttäuschung, gerade weil auf die Stärke des zweiten Teils verzichtet wurde.
So oft den Zeichenstil in einem Band zu wechseln tut der Atmosphäre einfach nicht gut.
Durch viele einzelne Handlungen entsteht auch fast keine Charakterentwicklung und auch sonst gibt es kaum große Überraschungen.
Man hätte durchaus aus den 156 Seiten einen schönen Comic mit viel Inhalt zaubern können, hat man aber nicht. Schade.

Bewertung
5/10 kleine magische Buchhalter-Gehilfen