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Januar 19, 2021

Crime Letters von homunculus Spiel und eine kurze Verlagsvorstellung

Mit dem “homunculus Spiel” Verlag aus Erlangen hatte ich durch die beiden Escape Dysturbia Teile die wir gespielt haben schon mal “Kontakt”? Naja ich hab halt schon von denen gehört… Und wenn ich mich recht entsinne habe ich die Reihe auch schon mal in einem Artikel über Escape Spiele erwähnt… Wenn nicht, dann holen wir das jetzt nach beziehungsweise liefern euch neuen Stoff.

Seit einiger Zeit, eigentlich so ziemlich seit Frühjahr 2020, als so der ganze Corona-Lockdown-Mist losgegangen ist, wird mir regelmäßig auf Facebook (oder Instagram?) Werbung für Crime Letters angezeigt. Es gibt so Werbung da klickt man einfach drauf…und genau auf diesen Weg habe ich herausgefunden, dass diese Crime Letters auch von dem kleinen Erlanger Verlag kommen. Also habe ich mir gedacht ich schreib die einfach mal an und frage nach einem Interview.

Im Rahmen von diesem Interview habe ich dann etwas über die Entstehung des Verlags und der einzelnen Reihen erfahren. Keine Sorge, das Interview kommt am Ende des Artikels in ganzer Länge und sofern Flo mitspielt werden wir die Jungs und Mädels auch mal in Erlangen besuchen und euch den Verlag in Videoform vorstellen.

Jedenfalls wurde mir nach dem Interview angeboten die Crime Letters zu testen und so stehen wir heute hier.

Crime Letters sind eine Sache die in den USA schon länger bekannt ist. Der homunculus Spiel Verlag aus Erlangen hat sich dank und wegen (oder vielleicht auch nur zufällig genau während) der Corona Pandemie dieser Sache angenommen und bietet diese Crime Letters jetzt auch in Deutschland an. Mit der Neuerung, dass jeder Abonnent zur selben Zeit den selben Fall bekommt. Warum das wichtig ist bereden wir später noch.

 

Crime Letters von homunculus Spiel

 

Was ist das überhaupt? Gebe ich da meine Adresse raus und bekomme regelmäßig Erpresserbriefe? Quasi… also fast, ja.

Sie sind quasi ein Abo in dem man wöchentlich einen Brief bekommt. In diesem Brief finden wir ganz Exit/Escape Room-mäßig Fluff-Texte und Indizien die uns helfen sollen der Lösung des Falles ein bisschen näher zu kommen.

Das Abo läuft 3 Monate und kostet 22€ pro Monat. Die Geschichten spielen immer im fiktiven Dysturbia und hängen nicht zusammen, doch mehr dazu im Anschluss. denn da habe ich noch ein kurzes Interview für euch in dem ihr den Verlag und sein Programm noch etwas kennen lernen könnt.

Doch damit ihr euch das Konzept und den Ablauf der Crime Letters ein bisschen besser vorstellen könnt werde ich euch so spoilerfroy wie möglich durch die verschiedenen Briefe führen.

 

Vielen Dank an den homunculus Spiel Verlag für dieses Rezensions…abo? Danke jedenfalls, dass ich mitmachen und das Weihnachts-Test-Abo ausprobieren durfte.

 

Unser erster Brief enthielt einen 4 seitigen Brief eines Journalisten, einen Stadtplan, einen Teil einer Zeitungsseite sowie eine Postkarte. Dazu noch ein Flyer des Verlags.

In dem Brief bekommen wir die Story mitgeteilt, dass ein Feuer an den Docks ausgebrochen ist und was daran in den Augen des verfassenden Journalisten dubios ist. Dazu der Zeitungsartikel der von dem Journalisten verfasst wurde sowie das Bekennerschreiben des Brandstifters in Postkartenform, das als Antwort auf den Zeitungsartikel verfasst wurde.

Unsere Aufgabe für die erste Woche ist es herauszufinden wann und wo der nächste Brand gelegt werden soll.

 

Der zweite Brief enthielt wieder ein Schreiben, dieses Mal der zuständigen Polizeidienststelle sowie wieder einen Zeitungsartikel und einen Notizzettel mit mit einem Kompass und verschiedenen Symbolen mit Notizen auf der Rückseite.

Die Aufgabe für die zweite Woche ist es herauszufinden wo und wie der nächste Brand gelegt werden soll.

 

Brief Nummer drei enthielt neben dem obligatorischen Brief einen Zettel mit einem Gedicht und ein Blatt mit einer Faltanleitung.

Auch hier geht es wieder darum herauszufinden wann und wo der nächste Brand gelegt werden soll.

 

Brief Nummer vier besteht ebenfalls wieder aus einem Brief, einem Zeitungsartikel sowie einen Notizzettel mit einer Zeichnung.

Jetzt geht es ans Eingemacht und wir müssen den Täter benennen.

 

Der letzte Brief liefert die Auflösung sowie einen erklärenden Zeitungsartikel

 

So, jetzt wo wir mit allem durch sind bin ich etwas zwiegespalten:

Ich mach das Prozedere und die Freiheit die dadurch geschaffen wird.

Etwas negativ schlägt bei mir das mangelnde Feedback zu Buche. Wenn man das Rätsel gelöst hat erfährt man erst in der nächsten Woche ob man richtig gelegen hat…und wenn man falsch lag? Dann erfährt man die richtige Lösung und hat keine Konsequenzen. Das ist natürlich dem Medium Brief geschuldet und ich wüsste auch nicht wie man das besser oder zumindest anders machen könnte, aber irgendwie war das für uns etwas unbefriedigend.

Vielleicht könnte man die Homepage auf der man die Hinweise findet so modifiziert werden, dass man dort sein Ergebnis überprüfen kann. Das würde zumindest ein umgehendes Feedback ermöglichen und man muss nicht auf den nächsten Brief warten wo man einfach das Ergebnis präsentiert bekommt, ohne Hinweis auf den Lösungsweg.

Vor allem, dass der Lösungsweg erst ganz am Ende bestätigt/korrigiert/erklärt wird hat es für uns während des Rätselns etwas beliebig wirken lassen. Die ganzen Indizien die uns aufgefallen sind, die richtigen und falschen… Während des Monats geht da etwas die Euphorie flöten.

 

Eine Sache, die ich den Crimeletters aber sehr zugute halten muss, ist der soziale Aspekt. Klar kriegt jeder den Brief nach Hause und rätselt für sich, aber durch die aktive Facebook-Gruppe kommt da so etwas wie ein Gemeinschaftsgefühl auf. Hier werden Lösungsansätze diskutiert, Tipps gegeben usw.

Da hat der Verlag etwas sehr schönes soziales in einer sehr traurigen Zeit geschaffen. Chapeau.

 

Ein weiteres Plus ist vor allem in Verbindung mit dem Preis auch die Dauer. Ja, jeder Brief hat nur sehr wenig zu rätseln, wenn man es mal mit einer Box der Konkurrenz vergleicht, aber dennoch beschäftigt man sich lange damit. Vielleicht ist das auch ein bisschen dem fehlenden Feedback geschuldet, dass man eben nicht gleich die Bestätigung hat sondern erst nochmal überlegt, könnte es nicht doch was anderes sein? Nein, ich bin mir sicher… Na mal auf Facebook schauen was die anderen so reden… Plötzlich hat man viel mehr Spielzeit als das „Spiel“ eigentlich liefert sondern die schafft man sich selbst.

Und am Ende fühlt es sich alles ein bisschen an wie Sherlock Holmes Crimal Cabinet (auf engl. Consulting Detective) oder Mythos Tales.

 

Mir persönlich waren die Rätsel etwas zu wenig Rätsel und zu wenig Belohnung aber es hat mir dennoch Spaß gemacht mich da durchzuarbeiten und vor allem hatte ich wieder das Gefühl wie als kleines Kind auf den Postboten zu warten. Und ganz ehrlich, was will man mehr?

 

Doch nun zum versprochenen Interview:

 

Stellt euch bitte kurz vor. Wer seid ihr?
Wir sind der homunculus verlag, ein Indie-Verlag für Bücher und Spiele, und sitzen zu fünft in einem kleinen Altbaubüro im fränkischen Erlangen.

Wie seid ihr zum Verlagswesen gekommen? Und verfolgt ihr mit eurem Verlagsprogramm eine bestimmte Ausrichtung?
Die vier Gründer*innen Joseph, Laura, Philip und Sebastian haben sich im Studium (Germanistik/Buchwissenschaft) kennengelernt. Neben der Liebe zum Buch haben wir relativ bald festgestellt, dass wir als Team gut funktionieren und selbst etwas auf die Beine stellen wollen. Ob Buch oder Spiel, von Anfang an war das verbindende Element aller Titel, dass wir gute Geschichten erzählen wollen. Bei unseren Spieleprojekten merkt ihr das an dem vergleichsweise hohen Storyanteil.
Wie kam es zu dem Namen “Homunculus”?
Zum einen gefiel uns der Wortklang und die Assoziationen zum Magischen, Mystischen. Und zum anderen steht der Homunculus für die Schaffung von etwas Lebendigem aus toter Materie – so, wie die richtigen Buchstaben dafür sorgen, dass eine Geschichte zum Leben erwacht.
Wann entstand die Idee auch Spiele zu designen und zu publishen und wie kam es dazu?
Den spielerischen Ansatz haben wir von Anfang an verfolgt, einfach weil wir selbst Spielerinnen und Spieler sind. Am Anfang waren es kleinere literaturnahe Spiele wie ein Monster-Quartett, eine Stadt-Land-Fluss-Variation und ein Krimi-Adventskalender, aber wir haben bald gemerkt, dass sich Escape-Games ideal dafür eignen, Erzählungen spielerisch zu verpacken.
Was waren die Hürden “homunculus SPIEL” aus “homunculus verlag” heraus zu gründen? Was hat euch dabei überrascht?
Es  war eher eine Befreiung als eine Hürde, den Spielverlag zu gründen. homunculus SPIEL hat uns den Einstieg in die Spielebranche ermöglicht – vorher waren wir beinahe ausschließlich in Buchhandlungen zu finden. Überraschend war dabei vor allem, wie sehr sich Spiele- und Buchbranche voneinander unterscheiden – das beginnt schon bei der Anrede (Buchbranche: siezen, Spielebranche: duzen).
Gab es zur Gründung schon konkrete Spielideen oder wolltet ihr Produkte wie euer “Monster! Das literarische Trumpfkartenspiel” ausgliedern und mal schauen was sich so entwickelt? Schließlich hat ein Buch-Verlag doch eine relative Nähe zu einem Spiel-Verlag, oder?
Der Fokus lag anfangs nicht auf den Spielen und wir hatten auch keine langfristige Planung. Die Spiele haben sich von allein mehr und mehr in den Vordergrund gedrängt, bis wir ihnen einen gleichberechtigten Platz neben den Büchern eingeräumt haben.
Ich habe jetzt natürlich keine recherchierten und belastbaren Daten, aber mit eurem Adventskalender 2017 wart ihr doch relativ früh dran, oder? Wenn nicht sogar eine der ersten. Zumindest sind mir die Kalender erst später so richtig aufgefallen… Woher kam die Idee?
Der Zeitpunkt für die Idee zum Adventskalender ist mir sogar noch sehr präsent: Wir saßen alle im Auto auf der langen Fahrt zur Leipziger Buchmesse und verbrachten die Zeit damit, Ideen für zukünftige Spieletitel zu brainstormen. Auf der Fahrt entstanden sowohl die Konzepte zum Krimi-Adventskalender als auch zum Spielblock “Stadt, Land, Fluss abstrus”.
Wie darf ich mir die Entwicklung eines eurer Kalender vorstellen? Was sind die Schwierigkeiten dabei? Was zeichnet eure Kalender gegenüber den anderen aus?
Die Schwierigkeit liegt sicher darin, 24 Krimiplots pro Adventskalender zu ersinnen, die auf die Vorder- und Rückseite eines Kalenderblatts passen und gleichzeitig einen gleichmäßigen Schwierigkeitsgrad haben. Daher teilten wir uns die Arbeit anfangs – alle steuerten Storys bei. Die Besonderheit der Kalender ist, dass sie sich sowohl für Spieler*innen mit einem Faible für Escape-Games als auch für krimi-interessierte Nicht-Spieler*innen eignen – der Spielanteil kann übersprungen werden, ohne dass der Kalender seinen Reiz verliert. Dann lässt man sich eben von der Auflösung durch Mr. Holmes überraschen.
Als literarischer Verlag liegt das vermutlich Nahe, aber woher kam die Idee eure Dysturbia Reihe gleich mit einer ganzen zusammenhängenden Geschichte und wiederkehrenden Charakteren zu versehen?
Erzählungen sind unsere Stärke, daher war schnell klar, dass auch die Spiele eine starke Hintergrunderzählung erhalten. Bei der Entwicklung der düsteren Stadt Dysturbia merkten wir dann, dass sie viel mehr als nur eine Geschichte zu erzählen hatte.
Wie entstehen eure Dysturbia Spiele? Wie aufwändig ist die Entwicklung? Und was kommt zuerst? Story oder Rätsel?
Das ist schwierig pauschal zu beantworten, da jedes Spiel der Reihe ESCAPE Dysturbia unterschiedlich entstanden ist. Am Anfang steht immer eine Konzeptionssitzung mit unserem Partner Michael Meinke vom enigmania Escape-Room-Center, die sich meist über ein ganzes Wochenende erstreckt und in der die Eckpfeiler für Story und Rätsel gesetzt werden. Beides kann nicht unabhängig voneinander entwickelt werden, sondern bedingt sich gegenseitig. Die Umsetzung bis hin zum fertigen Spiel übernimmt dann ein Team von mittlerweile sieben Personen, das Ganze nimmt etwa (inklusive Testzeit) ein halbes Jahr in Anspruch, bis die Druckdateien an die Druckerei geschickt werden.
Wenn jemand eure Dysturbia Spiele noch nicht kennt… Wie würdet ihr sie beschreiben? Was ist das Besondere? Was macht sie aus?
Kurz und knackig: Die ESCAPE-Dysturbia-Spiele sind Exit-Spiele mit Story und außergewöhnlichen Rätseln.
Ich persönlich bin begeistert von eurem Ansatz, mit einer gewissen Anzahl an Ermittlern in das Abenteuer zu gehen und dann je nach Auswahl andere Hinweise zu bekommen. Woher kam diese Idee?
Uns gefiel die Idee, dem Spiel einen leichten Rollenspiel-Touch zu geben. Nehme ich lieber den Computernerd mit oder den Ex-Boxer? Mit wem kann ich mich identifizieren, wer könnte mir später in welcher Situation helfen?
Die Verzahnung eurer Abenteuer wie z.B. durch den Casino-Jeton ist eine schöne Idee. Werdet ihr die vielleicht noch ausbauen und etwas komplexer ausarbeiten?
Allzu komplex kann die Verzahnung nicht werden, da jedes Spiel der Reihe auch für Neueinsteiger geeignet sein soll. Und weil nicht jeden Monat ein neues Spiel erscheint, können wir auch nicht davon ausgehen, dass sich die Spielgruppen an die Story aus dem Vorgänger erinnern. Aber selbstverständlich gibt es einen roten Faden über alle Spiele hinweg und ein eindeutiges Ziel: Dem Syndikat das Handwerk zu legen.
Apropos Verzahnung: Inwieweit spielen die Crime Letters in eure Welt hinein?
Woher kam die Idee dazu?
Das Modell der regelmäßigen Briefpost stammt aus dem englischsprachigen Raum, in dem es bereits relativ verbreitet ist. Wir haben lange damit geliebäugelt und uns während des ersten Lockdowns im März kurzfristig dazu entschieden, es mit einigen Anpassungen im deutschsprachigen Raum umzusetzen. Dysturbia bot uns den Vorteil, dass wir uns dort eh schon zu Hause fühlten und unser Autor, Rätseldesigner und Grafiker sich dort bereits bestens auskannten. Es gibt in beiden Titeln Anspielungen in Form von Personen und Orten auf die jeweils anderen Titel – unser Ziel ist es, die Welt so konsistent wie möglich zu bauen.
Stellt eure Crime Letters bitte mal kurz vor. Was erwartet mich, wenn ich euch mein Geld und meine Adresse gebe? Was ist das Besondere?
Die Crime Letters sind Rätselkrimis in Briefform, die wöchentlich in deinem Briefkasten landen. Tatsächlich ist dieses Modell komplett neu in Deutschland und hat vor allem zwei Besonderheiten: Wenn du dich für die Crime Letters anmeldest, meldest du deine eigene Detektei in Dysturbia an. Das bedeutet, du kannst ihr einen Namen geben und wirst auch in jedem Brief mit diesem Namen angeschrieben. Außerdem rätseln alle angemeldeten Detekteien gleichzeitig an einem Fall. Jeder Fall erstreckt sich über einen Monat, das heißt ein Einstieg ist immer zum nächsten Monatsanfang möglich. Die Spieler*innen helfen sich gegenseitig, zum Beispiel in unserer Facebookgruppe, ohne dass jemand vorab weiß, wie der Fall ausgeht. Am Ende des Monats steht die Frage nach der*dem Täter*in im Raum und wer sie richtig beantwortet, hat gute Chancen, zur Detektei des Monats gewählt zu werden, in der Ruhmeshalle zu landen und eine Überraschung aus Dysturbia zu erhalten.
Wie umfangreich ist so ein Crime Letter? Und wie umfangreich ist eure Arbeit an einem? Nachdem ihr ja jede Woche einen Brief verschicken wollt müsst ihr ja nur so vor Ideen sprudeln. Denn ich denke nicht, dass die Briefe die Qualität der Dysturbia Spiele vermissen lassen, oder?
Jeder wöchentliche Brief beinhaltet ein Anschreiben und Rätselmaterial, z.B. Zeitungsartikel, Verhörprotokolle usw., sodass man sich etwa 45 bis 60 Minuten damit beschäftigen kann. Story und Rätsel gehen häufig über die Briefe hinaus, sodass es Webseiten zu erkunden oder Videos anzuschauen gilt. Mittlerweile haben wir zwei eingespielte Teams, die die Fälle und Rätsel schreiben, aber selbstverständlich ist es eine Herausforderung, Woche für Woche alle Abläufe im Blick zu behalten. Wir versuchen immer vorzuarbeiten, aber vieles passiert doch auf den letzten Drücker … 😉
Sind die Geschichten der Crime Letter immer nach einem Monat abgeschlossen? Oder gibt es eine Story Line die sich im Hintergrund durch alle Fälle zieht?
Bei den Crime Letters gibt es keine Hintergrundgeschichte, die Fälle sind nach einem Monat abgeschlossen. Aber manche Charaktere und Verweise auf zurückliegende Fälle tauchen immer mal wieder auf.
An der Stelle auch mal ein großes Lob für die Ruhmeshalle. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit aber trotzdem eine gewisse Errungenschaft die man erreichen kann. Sehr schöne Idee. Gibt es dafür neben Ruhm und Ehre auch noch was das man sich an den Kühlschrank hängen kann? Wie den abgebildeten Orden zum Beispiel?
Ja, gibt es, aber zum Inhalt wollen wir nicht zu viel verraten – das ist eine Überraschung!
Wie sind eure Zukunftspläne für homunculus SPIEL? Gibt es Pläne euer Sortiment in die Breite zu streuen oder wollt ihr euch an eure Wurzeln halten?
Wir werden noch einiges ausprobieren, auch schon im nächsten Jahr. Dafür entwickeln wir einfach zu gern neue Erzählkonzepte. Ist aber alles noch streng geheim! 😉
Dürfen wir neben Escape Spielen auch noch andere Spiele aus Dysturbia erwarten? Könnt ihr da vielleicht sogar schon was anteasern?
Dazu gibt es momentan noch keine konkrete Planung, aber grundsätzlich sind wir dem nicht abgeneigt.

Zu guter Letzt würde mich noch interessieren wie ihr als Kleinverlag die Spiel Digital erlebt habt. War das für euch ein annehmbarer Ersatz? Was würdet ihr ändern sollte es nochmal zu so einer Situation kommen?
Ich denke nicht, dass die digitale SPIEL ein Ersatz für die Messe vor Ort sein kann (und will), aber unter den gegebenen Umständen hat sie vieles richtig gemacht. Das Schönste, was uns kleinen Verlagen passieren kann, ist, ein wenig Sichtbarkeit zu bekommen, und dieses Ziel konnten wir mit der Messe erreichen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sie zukünftig auch als Ergänzung für die Vor-Ort-Messe läuft.

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl