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Mai 16, 2021

John Constantine – Hellblazer 1

Autor:Simon Spurrier
Zeichner:Aaron Campbell,
Matias Bergara,
Marcio Takara,
Tom Fowler,
Craig Taillefer
Verlag:DC Black Label / Panini
Seiten:220
Format:Softcover
Preis:23,00€
ISBN:9783741620195

Die Erde steht mal wieder kurz vor dem Abgrund und es ist an John Constantine das erneute übel abzuwenden. Leider wird er dabei schwer verletzt und er muss einen Deal eingehen um zu überleben.
Nachdem Abschluss dieser Übereinkunft findet er sich in einem anderen London wieder. Genau genommen im Jahre 2019. 15 Jahre lang war John Constantine von der Bildfläche verschwunden und ist nun zurück.
Es hat sich viel in London verändert und damit muss er Ersteinmal zurechtkommen. Außerdem stolpert er über allerhand Dämonen und anderer Gefahren.

Wahnsinn auf vielen Seiten.

Die erste Ausgabe der neuen Hellblazer-Reihe kommt mit 220 Seiten heraus und bietet dadurch einiges an Lesestoff.
In den ersten zwei enthaltenen Heften des Bandes bekommen die LeserInnen eine Art Einführung.
Dieser Einstieg fühlte sich für mich sehr danach an als würde mir einiges an Hintergrundinfos fehlen. Dementsprechend war der Start auch etwas holprig.
Danach gibt es für die LeserInnen drei abgeschlossene Geschichten, die lose miteinander Verbunden sind.
Für mich war dies etwas Black Label untypisches, da ich es gewohnt bin eine in sich abgeschlossene Handlung eines Kreativteams zu lesen.
Daraufhin habe ich mir einmal die englischen Ausgaben angesehen und musste feststellen, dass diese unter dem Sandman Universe Banner veröffentlicht wurden.

Constantine wie er leibt und lebt.

Während sich die Welt weiterdrehte, ist Constantine im Jahre 2014 stehen geblieben. Das sorgt für einige lustige Momente da sich London und die Menschen sehr verändert haben.
Der rauchende und saufende Constantine sticht da sehr heraus mit seiner ungesunden Lebensweise. An manchen punkten meint es der Autor aber mit diesem Kontrast etwas zu gut.
Besonders im dritten Kapitel, wenn Constantine auf Tommy Willowtree stößt. Der ein junger Magier ist, der den Platz von Constantine eingenommen hatte.
Tommys Lifestyle ist das genaue Gegenteil zu Johns und somit treffen hier zwei Welten aufeinander.
Für meinen Geschmack aber etwas zu sehr und dadurch entstehen viele Momente, die sehr unangenehm sind.

Das Auge isst mit.

Leider muss ich jetzt zum größten Problem der neuen Hellblazer-Reihe kommen. Nämlich den Zeichnungen.
Dieses Mal geht es nicht um Geschmackssache, wie es bei Comics oft der Fall ist.
In diesem Band haben ganze fünf Zeichner mitgewirkt und unterschiedlicher könnten sie nicht sein.
Extrem spürbar war es allerdings bei den Zeichnungen von Matias Bergara, der deutlich heller und bunter zeichnet als seine Kollegen. Das hat mich extrem aus der Atmosphäre gerissen und den Lesefluss gestört. Dabei fand ich den Zeichenstil an sich nicht einmal schlecht, er hat nur einfach nicht zum Setting gepasst.

Mein Fazit:

Der erste Hellblazer Band hat definitiv seine schwächen, über die ich auch nicht einfach Hinwegsehen kann.
Trotzdem wurde ich gut Unterhalten. Besonders gut fand ich die beiden Geschichten, die von Aaron Campbell gezeichnet wurden. Auch optisch hat mir dieser Teil des Bandes besser gefallen.
Leider kann dieser Kompromiss nichts am Rest des Comics ändern und gerade der ständige Künstlerwechsel war mir einfach zu viel.
Ich hoffe mit dem zweiten Band, gibt es mehr Kontinuität.

Meine Bewertung:

6/10 kleine Schraubenzieher

Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar.