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September 19, 2021

Low 1 – Stadt ohne Hoffnung

Autor:Rick Remender
Zeichner:Greg Tocchini
Verlag:Image / Splitter
Seiten:176
Format:Hardcover
Preis:24,80€
ISBN:978-3-95839-098-0

Die Sonne brennt aus und der Menschheit droht der Untergang. Um sich vor den letzten tödlichen Sonnenstrahlen zu schützen, siedelt die Menschheit auf den Meeresgrund um.
Leider findet sich nach mehreren tausend Jahren immer noch kein Planet als Alternative zur Erde und das Ende der Menschheit naht. Der Sauerstoff unter Wasser wird immer giftiger und Nahrungsvorräte werden immer knapper.
Als würde das nicht reichen hat sich die Gesellschaft extrem gespalten und radikalisiert, dazu kommen die Gefahren, die ohnehin in den tiefen des Meeres lauern.

Keine Kompromisse!

Rick Remender ist in seiner Erzählweise mit Low sehr kompromisslos, denn liebgewonnene Charaktere lässt er gerne über die Klinge springen.
Das wird schon in den ersten Seiten klar und dabei ist der Comic teilweise sogar überraschend brutal. Low macht eben keine Gefangenen.
Das erinnerte mich sehr an die Comic-Reihe Saga. 

Optimismus ist alles.

Eine Moral, die immer sehr stark mitschwingt, ist der Glaube an die Hoffnung. Das wird vor allem bei Stel, die Hauptfigur in Low, sehr deutlich.
Sogar so deutlich, dass ich als Leser schon etwas angenervt davon war. Damit bin ich aber nicht alleine, denn vielen Figuren im Comic selbst ging es genau so. 

Malerische Unterwasserlandschaften.

Greg Tocchini hat wohl einen der schwierigsten Zeichenstile, die ich bisher kennenlernen durfte.
Das liegt hauptsächlich an den fast schon Skizze ähnlichen Bleistift Zeichnungen, die mit Wasserfarben koloriert wurden.
Das sieht in einigen Panels unfassbar gut aus aber wiederum an manchen stellen nicht. Gerade dann, wenn der Zeichner sich weniger Mühe gibt und der Detailgrad sinkt.
Am spürbarsten ist es dann, wenn es hektisch oder actionreich auf den Comic-Seiten zu geht.  Mir fiel es da schon oft sehr schwer zu erkennen was gerade passiert.

Mein Fazit:

Ich hatte so meine Schwierigkeiten mit dem ersten Low Sammelband.  An den Zeichenstil habe ich mich gewöhnt und nur teilweise gestört.
Irgendwie wollte mich aber die Handlung und das Thema nicht abholen. Kurz vor Ende hatte ich die Reihe schon abgeschrieben und der Kauf des zweiten Bandes hatte sich somit auch erledigt.
Dann hat mich das Ende des Comics aber doch extrem abgeholt und das letzte Heft konnte mich dann doch sehr überzeugen.
Band zwei werde ich mir definitiv noch zulegen aber meine Erwartungen sind gering. Immerhin ist die Reihe in 5 Ausgaben abgeschlossen.

Meine Bewertung:

7/10 kleine blutige Augäpfel