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August 4, 2021

Marvel 1602

Autor:Neil Gaiman
Zeichner:Adam Kubert,
Richard Isanove
Verlag:Marvel / Panini
Seiten:220
Format:Softcover
Preis:19,99€
ISBN:9783866079304

Die Königin von England ist schwer krank und liegt im Sterben. Leider versuchen auch einige Personen diesen Prozess zu beschleunigen, um den Thron an sich zu reißen. Zu ihrem Schutz heuert die Königin von England Sir Nicholas Fury und Stephen Strange als Heiler an.
Können die beiden die Intrigen aufdecken und die Königin retten? Außerdem zieht ein merkwürdiger Sturm auf, der das Klima der Erde stark verändert.

Marvel mal anders.

Mit dem Titel des Comics wird schon klar in was für eine Richtung der Comic geht. Dennoch ist es sehr erfrischend wie Neil Gaiman das Marvel Universum in dieses Zeitalter versetzt.
Dabei bedient sich Gaiman historischer Gegebenheiten und nutzt sie für sich. Wie etwa die Hexenverfolgung durch die Spanische Inquisition. Der Comic bleibt dabei natürlich immer fiktiv und versucht nicht historisch korrekt zu sein. Muss er auch nicht.

Bekannte Helden neu erzählt.

Ein großartiger Kniff für mich war es, wie Gaiman bekannte Marvel-Charaktere in diese Handlung einbaut.
Am Anfang ist alles noch sehr unklar aber umso tiefer man in die Geschichte eintaucht, umso mehr Figuren aus dem Marvel-Universum erkennt man. Es kommt fast schon ein Rätselraten auf da nicht alle Charaktere ihren Original-Namen in diese Welt übernehmen. Wie etwa Peter Parker, der in diesem Comic Peter Parquagh heißt.
Das ist aber noch einer der Offensichtlichsten “Umbenennungen”.

Ein Kunstwerk.

Der Zeichenstil von Adam Kubert ist sehr malerisch und außergewöhnlich, passt aber perfekt zum Zeitalter.
Alle Charaktere sind schön gestaltet und zu jederzeit klar erkennbar. Das schafft nicht jeder Zeichner.
Kubert zeichnet sehr viel mit Schraffierungen und es wirkt so als wäre der Comic auf geriffeltem Papier gezeichnet worden. Das sieht man sehr deutlich an der Hintergrund Umgebung.
Die Kolorierung von Isanove sind trotz der Stimmung sehr Bunt und knackig. Besonders der Kleidungsstil der Figuren ist sehr gut gestaltet.

Mein Fazit:

Mir hat die Reise in das Jahr 1602 sehr gut gefallen. Neil Gaiman hat eine tolle Welt geschaffen, über die ich sogar gerne noch einen weiteren Comic lesen wollen würde. Möglich wäre es aber leider bleibt der Band bisher ein One-Shot.
Die Zeichnungen könnten nicht jedem Leser gefallen, da er schon sehr Stilistisch ist. Mir hat er sehr gefallen und hat einen großen Teil zur Atmosphäre beigetragen.
Als Leser sollte man sich dennoch im Klaren sein, dass der Band trotz der Änderungen ein Superhelden-Comic bleibt und nicht alles grundlegend anders macht.
Außerdem funktioniert der Comic auch für recht unerfahrene Marvel-Leser sehr gut.

Meine Bewertung:

8/10 kleine Greifenfedern