September 28, 2022

Marvel Knights – Vergessen Helden

Autor:In:Donny Cates,
Matthew Rosenberg
Zeichner:In:Kim Jacinto,
Nico Henrichon,
Travel Foreman
Verlag:Marvel / Panini
Seiten:164
Format:Softcover
Preis:17,99€
ISBN:9783741613739

Die Menschen haben die Helden:innen des Marvel-Universums vergessen, aber auch unsere Helden und Heldinnen wissen nicht mehr, wer sie sind. Es liegt an Frank Castle und Bruce Banner, die Marvel Knights zu finden und zusammenzubringen, um herauszufinden, wer dahinter steckt und wer sie eigentlich sind.

Superhelden mal anders.

Die Autoren gehen das Thema Superhelden und Superheldinnen mit diesem Band etwas anders an, denn wir Lesenden bekommen unsere Helden anders präsentiert, als wir es gewohnt sind. Als besonderes Beispiel wäre da Bruce Banner zu nennen.
Viel zu sehr hat sich das Marvel Universum und die Leserschaft daran gewöhnt den grünen Riesen zu sehen, wenn Banner bedroht oder wütend wird. Und mit dieser Erwartung bricht der Comic, denn jede Person hat dies vergessen.
Das sorgt besonders für die Lesenden, die dieses Wissen noch haben, für verrückte Momente in diesen Band.
Leider ist dies aber schon eine der wenigen Stärken, denn der Comic dreht sich in seiner Erzählweise oft im Kreis. Es passiert bedauerlicherweise zu oft, dass Frank Castle sich auf die Suche eines der uns bekannten Helden oder Heldin macht, diese findet und dann mit ihnen in einen Kampf verwickelt wird. Natürlich ist das nachvollziehbar, aber hätte auch durchaus intelligenter gelöst werden können.

Gewaltvolle Bilder.

Der Zeichenstil hat mir sehr gut gefallen und würde ich als Standard Zeichenkost bezeichnen. Nichts was besonders auffällig oder malerisch besonders ist. Allerdings passen sowohl Stil als auch Kolorierungen sehr gut zur Atmosphäre.
Alle Helden wurden sehr gut getroffen und lassen sich auf Anhieb identifizieren, auch ohne ikonisches Kostüm.

Mein Fazit:

Für einen abgeschlossenen Comic für zwischendurch ist dieser Band definitiv in Ordnung und unterhaltsam. Enttäuschenderweise haben die Autoren aber viel Potenzial liegen lassen und das habe ich besonders am Ende gemerkt.
Ohne etwas zu Spoilern, hätte es an dieser Stelle keine Auflösung oder Happy End gebraucht. Im Gegenteil, der Band hätte dadurch sehr an Tiefe gewonnen und viel Stoff für eigene Interpretationen gegeben.
Durch das Happy End hingegen wirkt das Ende belanglos und nichtssagend. Vor allem, weil wichtige Informationen nie erklärt wurden und dadurch auch Logiklücken entstehen.
Natürlich ist das nur meine eigene Meinung, aber ein ähnliches Problem hatte ich bei “Batman: Der letzte Ritter auf Erden“.
Schade, etwas mehr Mut hätten den Marvel Knights und dessen Handlung gutgetan.

Meine Bewertung:

6/10 kleine zerfledderte Zettel

 

Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar. Danke für die Bereitstellung.