Disclaimer:

Nur für denn Fall, dass das noch nicht klar war: Ich erhebe keinerlei Anspruch auf eine vollständige Regelerklärung oder überhaupt eine Regelerklärung zu liefern. Das ganze hier ist einfach nur eine Niederschrift der Gedanken und Empfindungen die ein bestimmtes Spiel bei mir hervorruft, oder was halt so nach dem Aufstehen meinem Morgenmuffelhirn entspringt.

Ich möchte euch einen Einblick geben was dieses Spiel für mich so besonders macht, was es über andere hebt oder warum es eines meiner Lieblingsspiele ist. Kein strenges Review, keine strikt abgearbeiteten Fakten, alles nur subjektive Empfindung, Spaß, und genau darum geht es doch bei diesem Hobby, oder? Und nun zurück zu unserem regulären Programm „Bastelstunde mit Sally“.

Viele Spiele die mit coolen Miniaturen glänzen können auch nur genau das bieten: coole Miniaturen. Nimmt man ihnen diese bleibt oftmals nur ein mittelmäßiger Zeitvertreib, manchmal sogar eher eine Verschwendung von Mutter Naturs wertvollen Ressourcen.

Also gut, nehmen wir unser Spiel und lassen die Minis weg. Was bleibt?

Das Spielbrett sieht aus als wurde das Flimmern eines schlecht empfangenen TV-Senders darübergelegt. Die Karten klein, dünn und mit mittelmäßigen Bildern sind qualitativ eher am unteren Ende des Spektrums, haben bunte Ränder und sind sehr abnutzungsanfällig. Was bei einem Spiel mit geheimen Kartenhänden eher hinderlich ist. Für die Spielertableaus gilt das gleiche. Viel zu dünn. Wenigstens muss man hier nur die Karten drauflegen und vier Tokens drüberschieben. Dafür sind die Miniaturen super , Richtig gut. Jeder Spieler bekommt drei verschiedene Einheitentypen, einer sogar mit zwei verschiedenen Posen.
Eine Menge neutraler Einheiten ist auch noch dabei. Somit sind wir wieder bei der Einleitung: Was bleibt hinter diesem optischen Highlight und dem mittelmäßigen Material?

BLOOD RAGE!

Der Name ist Programm. Es geht um Blut und Rage.
Rage ist der Name der Aktionspunkte die jeder Spieler in der Runde zur Verfügung hat um vorher gedraftete Karten zu spielen oder Einheiten zu setzen oder zu bewegen. All das zum Wohle des Blutes. Denn es wird gekämpft… Viel gekämpft… Geplündert und gekämpft. Und gestorben. Gestorben? Ist doch logisch…
Ja, man muss  aber trotzdem bei diesem Spiel herausstellen, dass der Tod eine wichtige Rolle spielt.

Viele Wege führen nach Walhall und auch zum Sieg.

Abgesehen von dem schnellen Spielablauf und dem intelligent gestalteten Spielbrett (jedes beliebige Feld bis auf das zentrale ist direkt zu betreten oder in max. zwei Schritten zu erreichen) ist es die Vielzahl derStrategien die zum Sieg führen können. Ich kann gewinnen indem ich geschickt Gebiete kontrolliere, indem ich kämpfe und siege oder auch indem ich kämpfe und sterbe. Denn ein guter Wikinger ist ein glorreicher ruhmreicher Wikinger und über wen singt man die besten Lieder?
Über die glorreichen Helden unserer Vorväter. Und die gewaltigen Bestien die sie bezwungen haben.
Getreu diesem Part der nordischen Mythologie ist es möglich Trolle, Seeschlangen, eine Valkyre und andere Wesen in seine Dienste zu stellen. Jede verfügt ihrerseits auch wieder über Spezialfähigkeiten die helfen das Schlachtenglück zu den eigenen Gunsten zu wenden. Der Feuerriese zum Beispiel räumt einfach mal das Feld leer, das er beim Beschwören betritt, nur andere Monster werden verschont.

Kommt es zum Kampf werden die Stärken der eigenen und verbündeten Einheiten addiert und mit dem Gegner verglichen. Jetzt haben beide Spieler noch die Möglichkeit mit Karten ne Schippe draufzulegen oder mit diversen Effekten noch etwas für sich rauszuschlagen. Schon steht der Gewinner fest und alle Verlieren ziehen nach Walhall.

Jeder Weg kann zum Sieg führen.

Man muss ihn nur konsequent verfolgen. Mittendrin das Fähnlein im Wind zu mimen bringt niemals etwas, auch nicht hier im Spiel. Diese strategische Varianz ist es die Blood Rage so erfrischend macht. Einsteigerfreundlich ist das ganze auch. Klar ist derjenige im Vorteil der weiß welche Karten es gibt, was alles kommen kann, aber aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich auch, dass es mit minimalem Erkläraufwand (unter 5 Minuten) auch von Nicht- bzw. Wenigspielern gut gespielt werden kann.

Das Basisspiel bietet an sich genug.  Mehr braucht man nicht. Punkt.

Wem das dennoch nicht reicht, der kann über verschiedene Erweiterungen einen 5. Spieler bedienen oder jedem Spieler einen neuen Einheiten-Typus zur Verfügung stellen oder sich die Gunst der Götter sichern und diese in die Schlacht eingreifen lassen.
Nordische Mythologie wie man sie sich wünscht.

Somit bleibt nur noch eins zu sagen: „Wer konvertiert dem nichts passiert!“


Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.