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September 18, 2020

Wargame Tagebuch Folge 12 -oder- The Brick-Wars

Tanks – Panther vs. Sherman mit Cobi-Panzern, im Garten!!!!11

 

…und eines Tages kam schneller als gedacht.

Im Sails of Glory Beitrag habe ich es ja schon angeschnitten, dass meine Zeit mit X-Wing und ähnlichen Systemen vorbei ist.

 

Was ich aber dennoch unbedingt probieren wollte und mittlerweile habe ist Tanks – Panther vs. Sherman in der Ubernerd-Variante, mit Cobi Panzern im Garten.

 

Zuerst reden wir mal über das Feeling und danach über das Spiel:

Wir hatten 3 Spielfelder mit verschiedenen Geländearten. Das erste Schlachtfeld bestand aus einem Bauernhof mit Feldern und Hecken, das zweite hatte eine Fabrik in der Mitte mit Mauern und mehreren Gebäuden in der Mitte und beim dritten haben wir ein Waldstück nach-/aufgebaut.

Straßen wurden durch eine Spur von Blättern symbolisiert, Hecken und Wälder durch die Reste des letzten Heckenschnitts und Gebäude wurden aus bemalten Kartons gebaut.

Für ein 3 gegen 3 Match haben wir dann das größte Schlachtfeld, den Wald, um die Gebäude der Fabrik ergänzt und uns dort ausgetobt.

 

Also ganz ehrlich, das macht schon echt Laune. In dem Maßstab, draußen im Grünen. Mega.

Nur die Panzer müssen etwas angepasst werden. Da vieles nur leicht fixiert ist (zum Ausstellen halt) ist gerne mal das eine oder andere Teil beim Anfassen abgefallen. Wenn man also seine Cobi Armee nutzen möchte sollte man entweder die Teile festkleben oder vorher abmachen.

Wir hatten ne Menge Spaß in den kleinen Matches. Das große … wir mussten im letzten Moment, nach dem Aufbau, vor dem ersten Zug, noch die Mission ändern und dementsprechend unausgegoren war dann das ganze Spiel… Schade.

 

Die 1 gegen 1 Partien waren super spannend. Im Gras liegen und Einheiten bewegen. Kämpfe in der Schubkarre auswürfeln. War echt klasse.

 

Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass dies den äußeren Umständen zu verdanken ist.

Das Spiel selber ist nicht so wirklich mein Geschmack.

Es funktioniert quasi nach dem gleichen Prinzip wie X-Wing o.ä. mit dem Unterschied, dass man keine Manöver geheim auswählen muss und es ist um ein vielfaches seichter.

Die Modifikatoren wirken sich hauptsächlich auf die Verteidigungswürfel aus, seltener die Angriffswüfel.

Dadurch, dass die Bewegung relativ frei erfolgen kann sind für einen Panzer sehr merkwürdige Manöver möglich.

 

Was man ihm aber lassen muss ist die Zugänglichkeit. Die Regeln sind blitzschnell erklärt. Das Spiel spielt sich sehr flott. Man muss nicht viel im Kopf behalten. Und wenn man schon mal ein ähnliches Spiel in der Familie gespielt hat, dann reicht eigentlich schon die Kurzregel auf der Rückseite des Regelbuchs.

Ein weiteres Vorteil ist der Preis. Das Basisspiel kostet ca. 20€ und die einzelnen Erweiterungen liegen bei 8-9€ für eine neue Einheit mit Werten und Modell. Selbst wenn man die Cobi-Variante spielt und 30€ für einen Panzer hinlegt ist es im Vergleich zu den zahlreichen Tabletop Miniature games günstig.

 

Für mich aber der größte Abturner ist das was eigentlich ein Plus ist bzw. sein sollte, genau die Zugänglichkeit.

Mir ist das Spiel zu Gunsten der minimalen Regeln und der hohen Spielbarkeit zu sehr abstrahiert. Mir liefert es zu wenig Realismus. Es ist zum Beispiel egal wo ich hin schieße. Der einzige Unterschied wird zwischen „von vorne“ und „nicht von vorne“ (1 Verteidigungswürfel weniger für den getroffenen) gemacht. Kein Turm, kein von hinten… Ich habe einen Jagdpanzer der von vorne besser gepanzert ist als alles andere, aber das Heck ist fast offen… Egal, hohe Lebenspunkte, bam!

 

Alles in allem ein schönes Beer and Pretzel Spiel, aber nichts was ich weiter verfolgen muss.

Vielleicht denke ich irgendwann mal anders drüber und stell mir doch mal ein zwei Cobi Panzer hin…aber über die Einstiegs- bzw. Schmalspurvariante kommt es garantiert nicht hinaus.

 

 

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl