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September 22, 2020

Palmen und die Hexenkultmorde

Klingt schon fast wie ein Buchtitel, oder?

Warum ich eine Doppelreview schreibe? Weil sie beide kleine fast schon winzige Solospiele sind.

 

In Palm Island haben wir ähnlich wie damals bei Die Siedler oder Anno ein kleines Eiland vor uns das besiedelt werden und florieren will.

Dies passiert in dem wir unsere Insel (ein Kartendeck aus … äh … ca. 25 Karten) durchblättern und aufwerten. Die verschiedenen Produktionsstätten/Gebäude die wir haben werden entweder für Ressourcen gedreht woraufhin die Ressource dann immer schön übersichtlich seitlich aus dem Deck heraussteht oder mit Hilfe der gesammelten Ressourcen aufgewertet und dafür in die eine oder andere Richtung gedreht.

Durch die Upgrades bringen die Gebäude natürlich immer mehr und irgendwann auch die begehrten Punkte.

Sobald wir einmal durch unser Deck durch sind rückt unser Counter eins weiter und sobald wir bei acht Druchgängen ankommen endet das Spiel nach ca. 15 Minuten.

 

Jetzt ist ja eine solitäre Jagd nach dem Highscore nicht so wirklich mein Ding…aber dennoch behalte ich es erstmal, denn es gibt noch einen Zwei-Spieler-Modus und verschiedene Achievements die man erreichen kann. Außerdem ist es echt winzig und man kann es gut mit auf Reisen nehmen.

 

Anders hingegen Arkham Noir: Fall 1 Die Hexenkultmorde. Das kommt zwar aus einer kleinen Verpackung braucht aber trotzdem mehr Platz als viele andere mitunter auch größere Spiele.

 

Hier muss man ähnlich wie bei Rommé verschiedene Reihen legen und ähnlich wie bei Hanabi ist man relativ eingeschränkt in seiner Auswahl.

Ziel des Spiels ist es als guter Detektiv den Fall aufzuklären. Dies passiert indem man eine gewisse Anzahl an Hinweisen sammelt.

Hinweise sind einfach Karten mit unterschiedlichen Symbolen, quasi wenn man bei Rommé verschiedene 10er in einer Reihe auslegt. Hat man eine gewisse Anzahl erreicht kann man den Fall schließen und bekommt dann für jedes Puzzleteil, das man verbaut hat, einen Punkt. Je nach Schwierigkeitsgrad braucht man mehr oder weniger davon.

Die Karten die man bis dahin ausgelegt hat dürfen immer nur nach bestimmten (karteneigenen) Kriterien angelegt werden und haben natürlich auch verschiedene Effekte die einem helfen können. Problematisch ist, dass man hauptsächlich mit der ersten Karte einer offen liegenden Reihe interagieren muss. Wenn man das nicht möchte und/oder kann kann man die zwar auch abwerfen und stattdessen eine Handkarte spielen, dies bringt aber oftmals eigene Risiken mit sich.

Denn wenn zu viele Hinweise verloren gehen oder zu viel Zeit verstreicht ist das Spiel verloren…oder man gewinnt und verliert trotzdem.

 

Für mich ist das Spiel irgendwie nichts. Es ist einfach nur ein schönes Solo-Rommé und erinnert mich mehr an Mystery Rummy als an etwas eigenes.

Auch thematisch hat das Spiel nicht viel zu bieten. Schönes Artwork und das war’s. Die Texte sind nicht sonderlich stimmig und auch vom Spiel selber kommt nicht viel rüber. Leider nichts für mich.

Oh, und ganz wichtig: Ich hab eigentlich mit irgendwas rätseligem gerechnet. Nope, gar nicht. Einfach nur Karten legen. Wie Tarot nur kleiner…

 

 

 

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl