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Juli 14, 2020

Bang! The Dice Game

Social Deduction Spiele wie das altbekannte Werwolf sprießen in den letzten Jahren gefühlt wie Pilze aus dem Boden.

Prinzipiell ist das nicht so richtig mein Genre, denn meistens geht es einfach nur drum grundlos wilde und haltlose Beschuldigungen

durch den Raum zu plärren und dabei aber möglichst unschuldig zu wirken.

 

Daher ist es mir persönlich immer wichtig, dass zumindest ein Teil des Spiels auch spielbar bleibt.

Secret Hitler zum Beispiel bietet mit der Verabschiedung von Gesetzen etwas das auch wirklich passiert, anhand dessen man argumentieren

kann. Coup geht weg von der Diskutiererei und fokussiert sich mehr auf das individuelle bluffen.

Damit kann ich schon eher was anfangen.

 

Oder mit:

BANG! The Dice Game

 

Wir befinden uns im wilden Westen und jeder bekommt einen Charakter zugelost der eine bestimmte Spezialfähigkeit hat.

Gleichzeitig bekommt jeder aber noch eine geheime Rollenkarte die unser Spielziel bestimmt:

Der Sheriff ist der einzige dessen Rolle offen sichtbar ist muss die Banditen und den Outlaw besiegen

Der Hilfssherriff gewinnt wenn der Sheriff gewinnt

Die Banditen müssen den Sheriff kaltmachen

und der Outlaw muss der Last-Man-Standing sein, sprich erst die die Banditen und den Hilfssheriff überleben und dann den Sheriff ausschalten.

Der Outlaw ist klar die schwierigste Rolle, kann sich aber am ehesten noch als Hilfssheriff ausgeben da er ja auch dem Sheriff zumindest eine Zeit lang helfen muss. Hat aber mit Abstand auch den spektakulärsten Sieg, wenn er damit durchkommt.

 

Wie funktioniert’s?

In gewohnter Kniffel Manier werfen wir 5 Würfel und dürfen in beliebiger Konstellation bis zu zwei mal neu würfeln.

Dabei können wir entweder unsere Nachbarn angreifen oder einen Spieler heilen. Pfeile sind erstmal nicht schlimm, wenn man sie aber nicht loswird bevor der Vorrat aufgebraucht ist verliert man pro Pfeil einen Lebenspunkt. Die Gatling macht, wenn man das Symbol 3 mal liegen hat, allen anderen Spielern einen Schaden und lässt einen alle Pfeile verlieren. Zu guter Letzt gibt es noch das Dynamit, das nicht neu gewürfelt werden darf und wenn man 3 sammelt den Zug sofort beendet und noch Schaden zufügt.

 

Joah. Und so würfeln wir uns Runde um Runde Schadens- und Lebenspunkte an den Kopf und versuchen unseren Rollen gerecht zu werden ohne sie preiszugeben bzw. nur den richtigen Leuten zu zeigen zu wem wir gehören.

 

Mittlerweile gibt es schon zwei Erweiterungen zu dem Spiel die wiederum verschiedene Module bieten die man einzeln hinzufügen kann. Da gibt es zum Beispiel weitere Rollen, Spezialwürfel usw.

Was ich persönlich aber für sehr wichtig empfinde ist die erste Erweiterung… irgendwas mit Saloon, ihr wisst wie man googelt… dort wird der Geist eingeführt. Der Geist ermöglicht es dem Spieler der als erster ausscheidet trotzdem noch etwas das Spielgeschehen zu beeinflussen. Cool gelöst.

 

Das Material ist top. Die Würfel sind individuell gegossen und haben eine angenehme Größe, die Karten sind qualitativ ok. Die Tokens auch. Das Artwork passt. Ähnlich wie bei Colt Express, aber mir gefällt es dennoch um einiges besser.

3-8 Spieler haben hier für 15-20 Minuten echt ne Menge Gaudi.

 

Alles in allem würde ich sagen, jetzt schnallt sich jeder seinen Revolver um besorgt sich das Spiel. LOS JETZT! *peng* *peng* Tanz! *peng* Tanz! *peng*

 

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl