März 5, 2024

Dominant Species

Während sich andere Spieler auf den neuesten heißesten gehyptesten Shice stürzen arbeite ich meine Liste von Spielen die ich mal hatte nochmal durch und irgendwie findet sich immer mehr was eigentlich echt gut ist und irgendwie doch in eine gute Sammlung gehört.

 

Dominant Species

 

ist eigentlich kein Fall von Sellers Remorse. Ich mag das Spiel sehr, habe es aber verkauft weil wir zu sechst wenn dann Twilight Imperium oder Dune spielen. Ich habe zwar immer wieder hingeschielt, vor allem als endlich eine schöne deutsche Version erschienen ist, aber so wirklich bereut habe ich den Verkauf nie.

Plötzlich aber bin ich über ein unschlagbares Angebot gestolpert und so sitze ich hier und erzähle euch von der Vorherrschaft der Arten.

 

In Dominant Species kontrolliert jeder Spieler eine Gattung (Säugetiere, Amphibien, Reptilien, Insekten, Spinnen und Vögel) und versucht seine Arten am besten an das harte Leben in der Urzeit anzupassen. Entgegen dem Cover sind keine Dinosaurier enthalten. Sorry.

 

Der treibende Mechanismus ist Worker Placement wo wir abwechselnd zu Beginn der Runde unsere Aktionen per Worker markieren. Am Ende, wenn alle durch sind führen wir sie aus.

Bewegen, Kämpfen, Werten, Erkunden, Anpassen…und was ich jetzt noch so alles vergessen habe.

Jede dieser Aktionen zielt darauf ab unsere eigenen Rassen (kleine Holzwürfel) am besten an das Gebiet auf dem sie sich befinden anzupassen. Denn die meisten Punkte bekommt wer am angepasstesten ist. Dabei sollte man aber dennoch auch zahlenmäßig ordentlich vertreten sein um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

 

Dominant Species ist ein schweres Spiel… Es dauert sehr lange, 45-60 Minuten pro Spieler kann man schon ansetzen, dabei ist es ein knallhartes Area Control Spiel bei dem man nicht nur die gegnerischen „Einheiten“ im Auge behalten muss sondern auch die vorhandenen Ressourcen, sonst stirbt man ganz schnell mal aus.

Auch die Differenzierung zwischen Anzahl und Anpassung sorgt für ordentlich Kopfschmerzen, da beides wichtige Größen in Bezug auf die Wertung sind und so kann es sein, dass ein vermeintlich schwacher Spieler mit ein paar geschickt getriggerten Wertungen an allen vorbeiprescht.

Dominant Species ist trotz der Aufmachung ein super heavy Euro. Nicht weil es kompliziert zu spielen ist, aber weil es schwer ist alles über die lange Dauer des Spiels im Blick und den eigenen Plan im Kopf zu behalten.

 

Wenn ihr die Gelegenheit habt es mal zu spielen, dann nutzt sie. Es ist echt mal eine Erfahrung und wenn ihr Interesse an Euros habt, dann ist es definitiv was für euch. Allerdings ist es gleichzeitig auch so ein Event-Spiel wie Dune oder TI4, für das man extra plant und sich dann auch gedanklich die Zeit nehmen muss.

Für mich ein wargame im Euro-Gewand und ein Spiel, dass in jeder Sammlung einen Platz verdienen kann.

 

 

Roll One – A Board Game Story
Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu auf geekeriki.tv, geschrieben von Mr.Schnizzl