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Dezember 13, 2019

The Bloody Inn – Die blutige Herberge -oder- Finger zum Eintopf?

Eingangs möchte ich mich gleich schon mal entschuldigen, denn soweit ich das einschätzen kann ist das Spiel (aktuell) out of print und auf deutsch relativ schwer zu finden. English und Francais kriegt man leichter her. Aber jetzt begeben wir uns in‘s „Titty Twister“ des Mittelalters.

 

Worum geht’s? Nun ja, wir sind Wirtsleute in Frankreich die um die Durchreisenden unseres kleinen Ortes buhlen und versuchen eben diese von ihrem hart verdienten Geld zu trennen. Da die Preise für die Übernachtungen allerdings nicht den großen Reichtum bringen könnte man doch vielleicht… oder? Nein, das ist doch nicht rechtens. Was würde denn der Pfarrer dazu sagen? Andererseits würde den eh niemand vermissen…

Heutige Spezialität des Hauses: Eintopf mit viel Fleisch

 

Die grafische Gestaltung der Karten ist einfach mega. Ein sehr eigener Stil, farbenfroh aber dennoch irgendwie düster.

Die Qualität der Komponenten ist auch gut.

 

So, nachdem jetzt geklärt ist wohin die Reise geht:

Wir versuchen der reichste Wirt des Ortes zu werden indem wir unsere Reichen Gäste um die Ecke bringen, berauben und verbuddeln.

Das ganze funktioniert als enginge-builder, sprich wir bauen uns nach und nach eine Maschinerie auf die uns das umbringen und verbuddeln immer leichter macht. Hierfür brauchen wir aber Gehilfen und Orte um die Leichen loszuwerden.

 

Reihum führen wir zwei Aktionen aus die uns entweder neue Schergen anwerben, Gebäude bauen, Leichen vergraben oder Leute umbringen lassen.

Je nachdem wen wir zur Hilfe nehmen (wir können verschiedenartige Gäste anheuern und sie zu unseren teuflischen Gehilfen machen) wird die Aktion „billiger“. Die verschiedenen Gebäude geben uns die Möglichkeit Leichen auf deren Grundstücken zu entsorgen und bieten auch verschiedene Aktionen die wir im Spielverlauf nutzen können oder die uns zur Wertung extra Punkte bringen.

Wenn unsere Handlanger bezahlt wurden lassen wir die nächsten Gäste kommen. Am Ende gewinnte der mit dem meisten Geld.

 

Das leben als mordender Gasthausbetreiber könnte so einfach sein, wenn nicht auch Gesetzeshüter zu den Gästen gehören würden. Wenn ein Gendarme am Ende der Runde in einem Gasthaus nächtigt und dort eine nicht humierte Leiche findet gibt’s Ärger…also muss man entweder rechtzeitig die Schaufel schwingen oder eben jene dem Polizisten der Wahl über die Rüber zimmern.

 

Wie ihr seht viel schwarzer Humor und einer kleinen Schachtel. Ich kann es euch nur ans Herz legen.

Spielerisch ist es jetzt nicht unbedingt die große Erleuchtung, das gab’s alles irgendwie schonmal… aber mit dem Thema und dem Artwork funktioniert das einfach hervorragend.

 

Es gibt auch schon eine kleine Erweiterung bestehend aus mehreren Modulen, sehr günstig und angeblich auch sehr gut, die ich aber bisher noch nicht getestet habe.

 

Somit bleibt mir nichts anderes mehr übrig als euch einen schönen Aufenthalt zu wünschen und an meine Angestellten: „Everybody be cool. You be cool!“