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Oktober 19, 2020

Constantinople & Liberation & a weng was über Print and Play

Heute widmen wir uns mal einer kleinen Randerscheinung unseres Hobbies, dem Print and Play.

Bei vielen Kickstarterprojekten ist es mittlerweile üblich, dass das Spiel ausprobiert werden kann. Das passiert dann entweder über Module für Tabletopia oder Tabletop Simulator oder für die handwerklich begabten oder auch für die besonders leidensfähigen unter uns per Print and Play.

Wie der Name schon sagt handelt es hierbei um Material, das man sich zu Hause druckt und dann damit spielen kann.

Bei 7th Continent gab es da ein kleines Einführungsszenario, andere Spiele geben einem etwas mehr, bis hin zum ganzen Material. Wiederum bei anderen gibt es mittlerweile sogar spezielle Pledge Levels dafür, dann bekommt man das Spiel wirklich nur digital.

Oder aber das Spiel erscheint generell nur als Print and Play.

Eines aus dieser Riege, Under Falling Skies, ein Print and Play Microgame bestehend aus 9 Karten, erscheint nun bei Pegasus in einer aufgebohrten Variante.

Microgames sind auch so ein Phänomen… mit möglichst wenig Material ein Spiel zu erschaffen. Der bekannteste Vertreter hierfür ist vermutlich Love Letter.

Es gibt auch ganze Websites die sich auf den Vertrieb von PnP Spielen spezialisiert haben, wie zum Beispiel wargamevault.com oder die Schwesterseite drivethroughrpg.com

Wie komme ich jetzt da eigentlich drauf? Nun ja, in letzter Zeit habe ich mir das eine oder andere PnP Spiel besorgt, gebastelt und gespielt und die werde ich jetzt immer mal wieder einstreuen. Heute fangen wir mit den folgenden beiden an: Constantinople und Liberation

Liberation ist ein micro PnP Deduction Spiel das aus 19 Karten besteht. Die beiden asymmetrischen Fraktionen Dynasty (versucht eine Rebellion niederzuschlagen) und Liberation (versucht erfolgreich die Regierung zu stürzen) stehen sich hier in einem Hidden Movement Spiel gegenüber. Wenn der Zugstapel 3x durchgespielt wurde gewinnen die Aufständler, wurden diese gefunden gewinnt die Regierung.

Hierbei werden die multifunktionalen Karten einerseits als Ortskarte und andererseits als Aktionskarte mit unterschiedlichen Effekten je nach Fraktion verwendet. Der eine versucht sich lange genug zu verstecken, der andere versucht zu finden.

In 20 Minuten ist das ganze runtergespielt. Puh, was soll ich groß sagen. Es funktioniert. Wenn man auf die schnelle ein kleines Letters from Whitechapel spielen will dann erfüllt das hier schon seinen Zweck, erwartet aber jetzt nicht den mega Spielspaß oder das große Taktikwunder.

Constantinople dagegen ist ein Solo-Spiel mit deutlich mehr Material. Hier haben wir ein Kartendeck aus 30 Karten, 17 Tokens, ein Playernboard und eine Map.

Jede Runde wird eine Karte aufgedeckt die uns mitteilt welcher Effekt eintritt, welche fremde Armee auf unsere Stadtmauer zumarschiert und wie viele Aktionen wir diese Runde haben um alles einigermaßen in Ordnung zu halten. Die Aktionen werden dann mittels Würfelwurf durchgeführt und lauten zum Beispiel dränge Armee x ein Feld zurück, erhöhe die Anzahl deiner Mauern usw.

Jede Armee rückt auf einer entsprechenden Route näher und jede Ressource die wir haben gibt uns in anderen Situationen Boni wie einen Reroll.

So gilt es möglichst die ganzen 30 zufälligen Karten zu überleben. Alternativ kann man auch das historische Szenario spielen und die Karten in der vorgegeben Reihenfolge durchspielen. Prinzipiell ist das Spiel gar nicht so schwer, aber da alles mit einem Würfelwurf bestätigt werden muss kommt zwangsläufig irgendwann der Moment wo alles den Bach runter geht. Und schon haben wir mal wieder ein Beispiel wo der Schwierigkeitsgrad durch Zufall entschieden wird.

Liberation war ein Kickstarterprojekt und Constantinople ist als PnP Version kostenlos, die App gibt es für ganz kleines Geld in den entsprechenden App-Stores.

Beide sind jetzt nicht die großen Bringer, aber so für zwischendurch sind die schon ganz ok.

Mal sehen wie sich die anderen Spiele schlagen… da sind dann auch größere dabei. Lasst euch überraschen.

Bis dahin, euer Bastel-Schnizzl

 

 

 

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl