Brettspielblog Banner

Nachdem wir uns ja letztens mit dem aktuellen Stand bei Wing Leader beschäftigt haben wollte ich das vor kurzem erschienene Men of Iron Tri-Pack als Gelegenheit nehmen um darüber auch mal ein bisschen zu reden.

Mal schauen, vielleicht machen wir das auch noch mit Conflict of Heroes. Wer weiß.
Kurz zum System. Was ist das tolle dran?

Mir hat Schlachten von Westeros sehr gefallen. Ein Spiel aus der Command and Colors Familie bei dem allerdings nicht die Sektion auf dem Spielbrett aktiviert wurde sondern ein Anführer der dann wiederum Befehle an seine Truppen weitergegeben hat. Das hat mir um einiges besser gefallen als „Aktiviere 3 Einheiten auf der linken Flanke“. Deswegen habe ich, als ich mich irgendwann von SvW sattgespielt habe, nach etwas mit einem ähnlichen System umgeschaut und dann irgendwann Men of Iron gefunden. Nachdem ich dann Infidel gefunden und gespielt habe war ich hin und weg von dem Regelwerk. Es ist genau das was ich haben wollte…und zusätzlich ist es noch Solo-spielbar.

Wie schon bei Wing Leader erwähnt, hasse ich es mich selber doublebluffen zu müssen, aber hier kann ich gegen mich spielen, weil der Spielablauf wenig Raum für strategische Überlegungen hergibt und mehr spontan reagiert werden muss, denn man weiß nie welche Einheit als nächstes aktivieren darf.
Bei MoI besteht ein Zug aus der Aktivierung eines Anführers und sämtlicher ihm zugehöriger Einheiten, sofern sie sich in Befehlsreichweite befinden. Ist das passiert kann man versuchen weiter zu machen indem auf den, zugegeben ziemlich niedrigen, Aktivierungswert eines anderen Anführers würfelt. Unterbietet man diesen nicht ist der Gegner dran. Und so geht das Spiel relativ zügig hin und her.

Zügig… Also wenn wir ehrlich sind ist MoI kein schnelles Spiel, jedes Szenario dauert schon so seine 2h, gerne auch mehr. Aber es fühlt sich beileibe nicht so an. Es vermittelt eher das Gefühl einer Achterbahnfahrt, einer hektischen Schlachtverlaufs und das macht es wirklich gut.

Eine weitere Sache die mir sehr gefällt ist, dass es nicht um die vollständige Vernichtung oder Siegpunkte geht sondern das Ziel einer jeden Schlacht ist es den Gegner so zu demoralisieren, dass dieser die Waffen streckt. Das ist einerseits abhängig von den Verlusten, dem Schlachtverlauf und einem Würfelwurf. Man kann sich also nie so richtig sicher sein, wie lange der Kampf noch geht.

Genug der lobenden Einführungsworte. Kommen wir zu den Zahlen.

Theoretisch gibt es mehrere Spiele die der „Men of Iron“ Familie zuzuordnen sind und als deren Begründer gelten.

Laut GMT gehören aber nur die folgenden Spiele wirklich zur Men of Iron Reihe, wovon jedes sich einen anderen Schwerpunkt setzt:

Men of Iron Tri-Pack 2100 Counter, 11 maps beinhaltet:

Men of Iron – 6 Schlachten ; 1298 – 1367 (war das erste Spiel der Reihe 2005 – Fokus auf Infanterie)

Infidel – 6 Schlachten ; 1097 – 1191 (2011 – Fokus auf Reiterei)

Blood & Roses – 7 Schlachten ; 1455 – 1485 (2014 – Fokus wieder auf Infanterie und Bogenschützen)

Agincourt aus C3i #22 – 1415 (2009 – siehe MoI)

Der 4. Teil der Reihe, Arquebus, ist der bisher letzte Titel:

Arquebus – 8 Schlachten ; 1495 – 1544 — 840 Counter, 4 maps (2017 – Fokus auf großen Infanterieverbänden und Schusswaffen)

Im C3i Magazine ist neben Agincourt, das im Tri-Pack enthalten ist nochmal ein Szenario erschienen:

The Battle of Wakefield: Yorkshire, England 30 December 1460 aus C3i #31 ; 116 counter , 1 map (2017 – siehe B&R)

Laut einem nicht näher geprüften Zitat soll die Reihe aber am Leben erhalten werden. Ob und wie viele Spiele aber noch erscheinen, das wird die Zeit zeigen. Aber selbst wenn nichts mehr dazu kommt haben wir mit dem bisher erschienenen Zeug mehr als genug. 29 Schlachten und 3000+ counter müssen erstmal verstaut und auch durchgespielt werden.

Ich bin jedenfalls überglücklich mit dem System. Wenn ihr euch es mal anschauen wollt, habt ihr auch verschiedene Möglichkeiten.

Wakefield ist so für 30€ zu haben und gibt schon mal einen soliden Einstieg in das System. Arquebus müsste so ca bei 50-60€ liegen und das Tri-Pack dann bei 90€ rum. Schaut’s euch an und lasst euch diese Perle nicht entgehen.

 

 

 

 

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl

Share via
Copy link