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November 27, 2021

Dune: Imperium

Für mich als großen Dune Fan hat der neue Film positive wie negative Seiten. Zum einen ist man froh, dass es jetzt so viel neues gibt. Zum anderen besteht aber auch die Skepsis, denn vieles davon wird leider nunmal auch nicht gut sein. So sehr wir uns es auch wünschen.

 

Und so war ich auch sehr vorsichtig als ich die Ankündigung zu dem folgenden gelesen habe:

 

Dune Imperium

 

Deckbuilding meets Worker Placement und alles Spitz auf Knopf, jede Aktion könnte entscheiden.

What?

Normalerweise geht es doch bei einem Deckbuilder darum abgefahrene Kombos zu bauen, Kettenzüge zu generieren, durch das eigene Deck zu cyclen, den Anfangsrotz zu entsorgen und somit das Deck immer besser zu machen. Bei D:I haben wir pro Runde zwei Aktionen, Karten aus dem Deck zu kriegen ist nicht so richtig leicht und das Spiel dauert so ca. 8-9 Runden. Wie zum Mentat passt das jetzt alles zusammen?

HERR – VOR – RAGEND

 

Gut, ob das Thema jetzt so gut umgesetzt ist sei mal dahingestellt. Das könnte auch irgendwas anderes sein. Aber die Mechaniken funktionieren hervorragend und das Thema wirkt zumindest nicht ganz aufgesetzt.

 

In jeder Runde ziehen wir Karten, mit deren Hilfe wir unsere zwei Arbeiter einsetzen. Wichtig: um den Arbeiter einzusetzen muss eine Karte gespielt werden die ein zu dem gewünschten Aktionsfeld passendes Symbol trägt. Auf diese Art werden drei verschiedene Ressourcen gesammelt, Spice und Solaris, Truppen rekrutiert und auf das Schlachtfeld transportiert und Einfluss in verschiedenen Gilden gewonnen.

Jeder Spieler hat dabei zwei Spezialfähigkeiten, eine die jederzeit greift und eine die durch ein bestimmtes Symbol ausgelöst werden muss.

Nicht gespielte Karten geben am Ende der Runde wiederum eventuell einen Vorteil. Das macht natürlich auch die Planung wieder komplexer weil überlegt werden muss ob die Karte in der aktiven Runde oder am passiven Ende besser aufgehoben ist.

Dieses Ende ist auch der Zeitpunkt wo man sich neue Karten kaufen kann und wo die Schlachten ausgetragen werden. Wer da (halbwegs) siegreich draus hervorgeht bekommt dann natürlich auch wieder eine Belohnung.

 

So kämpfen wir verschiedene Schlachten gleichzeitig: Wir versuchen das Wasser unserer Feinde im Sand zu vergießen, uns den Einfluss der 4 Fraktionen zu sichern, die besten Karten zu erwerben, das Deck zu überabeiten, Aktionskarten zu erwerben…

…und das alles aber auf eine sehr unaufgeregte entspannte Art und Weise. Bis auf die Kampfphase ist das Spiel nicht sehr aufregend sondern eher von der Planung des eigenen Zuges bestimmt.

 

Das Ende des Spiels beginnt wenn ein Spieler die vorgegebene Zielpunktzahl erreicht. Dann werden noch Geheimaufträge gewertet und fertig.

 

Bis auf die Punktzahl skaliert das Spiel nicht wirklich auf die Anzahl der Spieler, dies geschieht über einen mitgelieferten Bot. Der wird über ein Kartendeck gesteuert und funktioniert erstaunlich flüssig. Klar entstehen keine ausgefeilten Strategien, aber dennoch schafft es Haus Hagal, so der Fluff-Name des Bots, uns auf Trab zu halten und ist mehr als nur die Einschränkung verschiedener Aktionsfelder.

 

Ist Dune: Imperium ein gutes Dune-Spiel? Naja…

Ist Dune: Imperium ein gutes Spiel? Das auf jeden Fall.

Nicht zu unrecht kann man auch schon die erste Erweiterung vorbestellen. Inwieweit die sich dann lohnen wird bleibt abzuwarten, aber mehr Karten schaden auf keinen Fall.

 

 

Roll One – A Board Game Story
Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu auf geekeriki.tv, geschrieben von Mr.Schnizzl