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Auch bei Teil 3 des großen Deckbuilding Vergleichs wollen wir direkt loslegen:

 

Dominion (habe ich nicht mehr, muss aber doch irgendwie mit in die Aufzählung mit rein)

Dominion ist sogar noch eine spur puristischer als Arctic Scavengers. Man spielt seine Karten aus, führt eine Aktion aus, kauft eine Karte, fertig. Die verschiedenen Karten erhöhen die Anzahl der Aktionen und/oder der Käufe oder geben bestimmte Aktionsmöglichkeiten.

Zugeballert mit Erweiterungen hat Dominion keinerlei Anziehungskraft mehr auf mich. Es ist irgendwie immer das gleiche, die Erweiterungen bringen mir auch kein mehr an Spaß, das Thema ist absolut austauschbar. Aus all diesen Gründen musste es gehen.

…und ich bin mir auch sicher, hätte Arctic Scavengers ein massentauglicheres Thema und bessere Werbung gehabt hätte das den Spiel des Jahres Titel gewonnen. Spielerisch hat es den jedenfalls mehr verdient.

 

Dune: Imperium

ist der neueste Titel auf meiner Liste auch einer der beeindruckensten.

Dune könnte auch ein vollständiges Workerplacement Spiel sein, ohne Deckbuilding, bringt aber einen neuen Wind in das „angestaubte“ Uhrwerk.

Um einen Arbeiter zu platzieren müssen wir vorher eine Karte mit dem entsprechenden Symbol spielen.

Wo ein DB normalerweise mit einer Vielzahl an Karten, cycling und Kettenzügen glänzt startet D:I ganz entspannt mit 2 Aktionen. In der ersten Runde hat man das Gefühl absolut nichts damit zu schaffen. Das ganze eskaliert aber ziemlich schnell und die Züge gewinnen an Länge da man sich so viele Möglichkeiten erarbeiten kann, die dann auch erst mal geplant werden müssen. Nebenbei müssen wir uns um den Kampfschauplatz kümmern, Ziele erfüllen, Spielerfähigkeiten nutzen, Aktionskarten er- und ausspielen.

D:I geht auch einen ähnlichen Weg wie Arctic Scavengers, denn die Karten die ich die Runde über nicht benutze, die haben am Ende eventuell nochmal einen Effekt oder geben mir Einfluss mit dem ich neue Karten erwerben kann.

Ein geniales Spiel, bei dem man so richtig Hirnschmalz lassen kann, obwohl es währenddessen gar nicht so wirkt. Das Thema kommt leider nicht so gut rüber wie beim Dune von Avalon Hill bzw. Gale Force 9, aber das schmälert das Spiel nicht im geringsten.

 

High Frontier 4 All

Dass High Frontier hier auftaucht hat mich selber überrascht, aber ich habe BGG die Selektion vornehmen lassen.

Zu dem Spiel kann ich aber leider noch nichts sagen, da es noch ungespielt im Regal liegt. Es wird aber ein Bericht kommen und wenn ich dran denke schreibe ich auch noch was zum Deckbuilding.

 

Hyperborea

ist wieder ein Beispiel dafür was schlechtes Marketing alles bewirken kann. In etwa zur gleichen Zeit wie Orléans erschienen aber nie so richtig aus der Versenkung aufgetaucht. Hyperborea ist ein 4x, Zivilisationsspiel, das in 25-30 Minuten pro Spieler gespielt ist. Soweit schon mal sehr ungewöhnlich.

Dazu kommt aber noch der Mechanismus mit dem wir forschen, unsere Einheiten produzieren und bewegen usw. Wir lösen alle Aktionen über Aktionsfelder auf unserem Spielertableau (später erweitert durch Forschungskarten) aus. Hierfür benötigen wir bunte Holzwürfel in bestimmten, von der Aktion abhängigen, Farben. Diese ziehen wir blind aus einem Beutel. Hier haben wir auch unser Deck- bzw. Bagbuilding. Wir bringen Würfel in den Beutel hinein, versuchen Würfel, die uns nichts bringen, zu entfernen und spielen so unser 4X-Spiel.

Alles geht sehr zügig, ist sehr eingängig, schnell erklärt, schnell gespielt. Tolles Spiel. Leider unbekannt.

 

Project L

Tetris und Ubongo haben ein Kind. Mit Deckbuilding als Stiefmutter.

In Project L versuchen wir bunte Tetris-Steine in vorgefertigte Puzzle zu setzen. Haben wir das geschafft bekommen wir die benutzten Steine zurück sowie eine Belohnung aus einem neuen Stein und eventuell noch Punkten. So erweitern wir immer weiter unseren Steinevorrat und punkten was das Zeug hält.

In meinen Augen ein perfekter Einstieg in das Deckbuilding Genre. Das Prinzip lässt sich so nämlich richtig gut herleiten.

Project L ist bei uns seit der Auslieferung zu einem Dauerbrenner geworden. Die tolle Haptik unterstützt das ganze nochmal.

In DB-Maßstäben gesprochen ist Project L aber eher das schlanke Leichtgewicht wie AS oder Dominion.

 

Weiter geht’s nächste Woche mit Teil 4. Bis dahin schön im Beutel wühlen.

 

 

 

Roll One – A Board Game Story
Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu auf geekeriki.tv, geschrieben von Mr.Schnizzl

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