17Jun/18

COMIC EINKAUF FOLGE 6 2018

Die neuste Folge COMIC EINKAUF – FOLGE 6 – 2018 . Flo hat wieder eingekauft , dieses mal ist der Michael mit dabei und die beiden zeigen Euch die „neusten“ COMICS. Viel Spass mit dem Video.

13Jun/18

Roll One – A Board Game Story

„Dass Muad’dib auf Caladan geboren wurde und dort die ersten fünfzehn Lebensjahre verbrachte, sollte zu keiner Selbsttäuschung führen. Arrakis, die Welt, die unter der Bezeichnung ›Wüstenplanet‹ bekannt ist, wurde seine ewige Heimat.“ Aus Der Wüstenplanet von Frank Herbert

Jedes mal wenn auf boardgamegeek.com die Frage gestellt wird welches Spiel man gerne als Reprint sehen würde ist jedes mal das gute alte Dune (Avalon Hill, 1979) dabei.
Ein 40 Jahre altes Spiel. Die ganze Zeit predige ich, dass sich Spiele weiterentwickeln, warum dann also ein VIERZIG Jahre altes Spiel spielen? Weil Dune etwas bis heute sehr seltenes geschafft hat:
Thema und Mechaniken wurden hier so gut miteinander verwoben, dass man kein anderes Thema darüber legen könnte ohne etwas vom Spielgefühl einzubüßen.

Aber eins nach dem anderen.

Meine erste Begegnung mit Dune war das PC Spiel Dune 2, eines der ersten Echtzeitstrategie Spiele, die es gab. Über die Nachfolger, die Filme und die Serie hat sich meine Liebe zu dieser Geschichte immer weiter verfestigt und ich wollte natürlich mehr davon. Die Bücher, Spiele… Gibt’s da auch ein Brettspiel?

Bei Dune geht es darum die Vorherrschaft über Arrakis zu erlangen indem man eine vorgegebene Anzahl an bestimmten Gebieten hält, 2 von 5. Hierfür muss man aber erst mal seine Einheiten auf den Planeten bringen oder über die Dünen bewegen ohne vom alles vernichtenden Sturm erwischt zu werden, der in ständiger Bewegung gegen den Uhrzeigersinn über den Planeten fegt.

Jeder Spieler kontrolliert eine von sechs Fraktionen die jeweils über mehrere sehr mächtige sogar spielentscheidende Fähigkeiten verfügt. Kaum sind die Truppen entsprechend platziert (Fremen in der Wüste, Harkonnen in ihrem Palast, Atreides in der Hauptstadt usw.) beginnt das Spiel und jede Runde mit einer Auktionsphase in der Aktionskarten versteigert werden.
Hierunter befinden sich Karten die einfache Effekte haben, andere wiederum die im Angriff oder in der Verteidigung helfen. Man weiß aber nicht auf was man bietet, denn das passiert blind. Nur ein Spieler kennt jede Karte.

WAS? DAS IS VOLL MÄCHTIG!

Ja, ist es. Dafür bekommt ein anderer Spieler das ganze Geld (hier Spice) mit dem die Karten bezahlt werden. Und Spice braucht man für Karten oder um Einheiten zu landen oder wiederzubeleben. KRASS! DAS IS JA NOCH MÄCHTIGER! Stimmt, aber das ganze Geld für das Landen der Einheiten geht an den nächsten Spieler…Ihr seht wo das hinführt? Jede Fähigkeit ist mächtiger als die anderen, je nachdem wen man fragt.

Über kurz oder lang kommt es dann auch zum Kampf: Dieser besteht aus mehreren Komponenten verläuft aber dennoch relativ simpel. Jede Armee ist maximal so stark wie die Anzahl der Einheiten.
Von diesen Einheiten muss nun jeder Spieler geheim entscheiden wie viele er in den Kampf schickt.  Die Differenz bleiben im Falle des Sieges im umkämpften Gebiet, der Rest (die ausgewählten sowie der Rest des Verlierers) kommt vom Brett. Jetzt kann jeder Spieler noch einen seiner Anführer zur Unterstützung schicken und ihn mit Kampfkarten ausrüsten.

Nachdem alles entschieden wurde wird aufgedeckt und ausgezählt, wer mehr hat gewinnt. Es sei denn es gibt einen Verräter. Denn der vermeintliche sieg-bringende Anführer kann beim Gegner im Sold stehen. In dem Fall strecken die eigenen Truppen die Waffen und der Kampf ist verloren.

Wie schon die Truppen können auch Spieler Partei ergreifen und sich mit einer bestimmten Partei eine Allianz eingehen. Kennt man. Nur bedeutet ein Bündnis bei Dune etwas. Wir sind hier nicht bei einem Risiko-Nichtangriffspakt bei dem definitiv nur einer als Gewinner hervorgeht. Hier profitiert man voneinander: Man darf die Fähigkeiten des Partners mitbenutzen, nicht in vollem Umfang, aber immerhin.
Der Preis dafür ist der schwierigere Siegbedingung. Pro Spieler innerhalb einer Allianz (max. 3) steigt die benötigte Anzahl an besetzten Festungen um 1.

Die letzte Besonderheit ist die Beständigkeit dieser Allianzen. Einigt man sich auf eine Allianz (das ist nur zu bestimmten zufälligen Zeitpunkten möglich) so bleibt man bis zur nächsten Versammlung in dieser Allianz.

Ihr merkt schon, wie ich für dieses Spiel brenne, denn das hier ist wahrscheinlich die ausführlichste Beschreibung bisher. Wem das alles aber noch zu basic ist, der kann noch eine Menge an optionalen und fortgeschrittenen Regeln dazu nehmen.

All das führt zu einem Immersionsgrad der seines gleichen sucht.

Weil nicht nur ich das Spiel so gut finde ist es für viele ein heiliger Gral (ich habe ja bereits darüber geschrieben), das hat auch Fantasy Flight Games erkannt und das Spiel umdesigned und erneut herausgebracht. Dieses Mal im Universum von Twilight Imperium, da die Rechteinhaber von Dune (Herberts Erben) das geistige Erbe nicht für ein schnödes Spiel hergeben wollen.
Diese Neuauflage names REX ist im Grunde das gleiche Spiel, denn es wurde nur minimal etwas verändert und natürlich andere Fraktionen verwendet…aber wie ich eingangs schon sagt, es passt nicht mehr. Das Spiel funktioniert fühlt sich aber halbgar an.
Damit man aber trotzdem in den Genuss dieses Spiels kommen kann, ohne sich 40 Jahre alte Pappe zu kaufen, kann man sich das Spiel als Print and Play Variante selber basteln oder sogar professionell drucken lassen.

Meine Liebe zu diesem Spiel führt sogar so weit, dass ich es relativ regelmäßig über das Forum spiele, da es schwer ist 6 Spieler für dieses mehrere Stunden dauernde Meisterwerk zu begeistern. Die Spielerzahl und die Spieldauer schrecken leider zu sehr ab.

Somit kommen wir auch zum einzigen negativen Punkt den ich euch bieten kann: Es muss mit 6 Spielern gespielt werden, damit das empfindliche Gleichgewicht aus überstarken Spielerfähigkeiten funktioniert. Ich hoffe ich konnte euch ein bisschen von diesem Spiel begeistern, denn es hat es mehr als verdient.

„Das Spice muss fließen.“

Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl .

08Jun/18

COMIC REVIEW LOCK&KEY MASTERBAND 1

In dieser Comic Review geht es um Joe Hills Werk LOCKE & KEY das in einer neuen MASTER EDITION bei PANINI erschienen ist.

06Jun/18

Roll One – A Board Game Story

Der 4. Akt – Die Tragödie

-oder-

Was tun, wenn das Spiel nicht (mehr) gefällt

Mr. Schnizzl

                (tritt auf)

Fürwahr, ich sage euch

Des Lebens Sand verrinnt all zu eilig

Um mit minderen Wertes Spielen

Das eigne Gemüt zu trüben.

Spielen ist toll. Spielen macht Spaß. Spielen bringt Menschen zusammen. Aber genauso unterschiedlich wie wir Menschen und unsere Geschmäcker sind so unterscheiden sich doch auch die Spiele. Ich spiele lieber ein schlechtes Spiel in einer guten Gruppe statt umgekehrt.
Doch auch das hat seine Grenzen. Man muss sich auch mal eingestehen können, dass manche Spiele einfach nicht zünden oder ihr Pulver nach Jahren irgendwann verschossen haben. Vielleicht kann das arme Spiel auch gar nichts dafür und wir als Spieler haben uns und unseren Geschmack weiterentwickelt.

Sind wir mal ehrlich miteinander.

Keiner von uns hat unendlich Zeit, Platz oder Geld. Also warum sollte ich mir die Wohnung mit Spielen zustellen die mir keinen Spaß machen oder die ich nicht mehr spielen möchte.
Also ab damit in den Keller wo sie dann in Kartons, Regalen und Schränken vor sich hin stauben und im schlimmsten Fall sogar schimmeln. Das ist auch nicht richtig. Schließlich haben sie euch doch mal gut unterhalten und sie haben diese Kraft auch weiterhin…nur nicht bei euch.
Also, was hilft? Weg damit. Nicht in die Tonne (wobei das bei mir sogar drei Spiele geschafft haben) sondern an den nächsten. Entweder ihr habt eine Gelegenheit es zu verschenken oder ihr könnt auch versuchen sie zu verkaufen oder zu tauschen.

Seit den Zeiten von Kleinanzeigen oder eBay muss ich hierzu nichts mehr sagen, denke ich.
Abgesehen von einer Sache. Scheut euch nicht auch ins Ausland zu verkaufen. Lasst euch per PayPal oder Überweisung bezahlen, verschickt mir der Post (der Maxibrief ist sehr flexibel und günstig) und hebt den Beleg auf. Fertig. Nicht mehr Arbeit als national.


Was ein wenig mehr Risiko bietet ist der Tausch
.

Als geeignete Plattform bieten sich hier z.B. Foren, Facebook oder boardgamegeek.com an. Das Problem bei dieser Variante ist das Risiko, dass ihr entweder das Spiel nicht im beworbenen Zustand oder vielleicht sogar gar nicht bekommt. Aber lasst euch von mir sagen, dass das Risiko sehr gering ist. Schließlich haben die anderen einen Ruf oder ein Spiel zu verlieren. Nach mittlerweile 127 getauschten Spielen/Erweiterungen/Promos hatte ich bisher erst einen einzigen Fall wo der Zustand nicht gepasst hat und keinen wo ich leer ausgegangen bin.
Solltet ihr niemanden finden der tauschen will, so gibt es die Möglichkeit eines MathTrades. Diese werden mehrfach im Jahr veranstaltet und laufen wie folgt ab.
Man stellt eine Liste mit Spielen ein die man loswerden möchte und eine Liste mit Spielen die man dafür haben möchte und ein Computer errechnet dann wie das alles zusammen passt.
Bsp: Spieler A hat X und möchte Y, Spieler B hat Y möchte aber Z dafür und Spieler C hat Z will aber X.
Also gibt A sein Spiel an C, der an B und dieser an A und schon hat jeder einen Tausch geschafft der ohne den MathTrade (z.dt. Ringtausch) nicht möglich gewesen wäre.


Das Leben ist zu kurz für die falschen Spiele.

Spielt was euch Spaß macht. Spielt was euch zusammenbringt.

Mr. Schnizzl

                Ihr da, fasst euch ein Herz,

Hadert nicht mit der Vergangenheit schlechter Wahl.

Entzündet den Scheiterhaufen!

Den Rest lasst los,

Macht euch frei von alter Last.

(geht ab)

(Sollte jemand einen Reim oder ein passendes Versmaß finden, darf er es behalten.)

Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl . 

05Jun/18

COMIC EINKAUF FOLGE 5 2018

Die neuste Folge COMIC EINKAUF – FOLGE 5 – 2018 . Flo hat wieder eingekauft und erstmal knapp 2 Monate gewartet, nun zeigt Er Euch natürlich seine „neusten“ COMICS

30Mai/18

Roll One – A Board Game Story

Mit unserem heutigen Spiel bin ich das erste Mal in Berührung gekommen als ich am Schaufenster des Nürnberger Ultra Comix vorbeigeschlendert bin.

Da stand es…

Relativ imposant aufgebaut, viele große Hexfelder, Miniaturen, ne große Box, Spielertafeln mit Holzwürfeln und Beutel. Kannte ich Quarriors zu dem Zeitpunkt schon? Puh, weiß ich jetzt gar nicht. Jedenfalls war das was ich gesehen habe irgendwie eine ungewöhnliche Kombination.  Also ab nach Hause.

boardgamegeek.com

Hyperborea

Heute sitze ich hier und schreibe über die Nummer 9 meiner Lieblingsspiele.
Das Hyboreanische Zeitalter wurde von Robert E. Howard erdacht, datiert und benannt.Es handelt sich um die Zeit zwischen dem Untergang von Atlantis und dem Beginn antiker Geschichtsschreibung, ist auf dem Urkontinent angesiedelt aus dem sich Europa und Afrika gebildet haben und dient einem Mann als Heimat, einem Wanderer, einem Dieb, einem König: Conan.

So schön meine Einleitung jetzt auch war, war es doch gleichzeitig auch mehr als man im Spiel davon erfährt. Das Spiel ist dort angesiedelt, der Name daran angelehnt, das war’s. Keine der Spielerfraktionen liefert in ihrer Beschreibung auch nur die kleinste Andeutung. Druff jeschisse.

Das Material ist gut gemacht, nichts außergewöhnliches aber alles trotzdem guter Durchschnitt. Nur muss man wieder mal an den Karten bemängeln, dass die nicht sonderlich stabil sind. Na egal, hier ist schließlich nichts geheim.

Besonderheiten? Nichts weltbewegendes aber irgendwie ja schon.

4X, Zivilisationsaufbau, Bagbuilding, Fog of War, Area Control – klingt nach ner epischen Kombination. UND eine Spielzeit von 25 min pro Spieler. Hyperborea trommelt ganz schön und liefert aber auch ab. Wir starten das Spiel mit einer verdeckten Karte die je wir Feld für Feld erst erkunden müssen. Beim Betreten des Nachbarfeldes offenbart sich welches Gelände uns dort erwartet und ob wir Städte oder Ruinen erkunden können. Alles natürlich gut bewacht von Phantomen der Vergangenheit.
Ein Geist der die Wüste bewacht? Naja, wir haben ja schon festgestellt, dass das Spiel thematisch jetzt nicht der große Wurf ist. Muss man drüber wegsehen.

Jedenfalls erkunden wir so die Karte, die Ruinen, nutzen Städte zu unserem Vorteil, sammeln Siegpunkte, kontrollieren Gebiete, kämpfen gegen Geister und Gegner. All das um dem großen Ziel näher zu kommen. Derer haben wir gleich mehrere. Es geht nicht um eine einzelne Siegbedingung sondern es geht darum, je nach gewünschter Spieldauer, eine bis drei zu erfüllen. Sobald die durch sind ist es auch das Spiel.
Nach kurzer Kalkulation gewinnt der mit den meisten Punkten. Öde, aber naja… ich sag nur Thema.
Das große Novum am Spiel ist die Kombination aus Bagbuilding und Fraktionstafel.
Bagbuilding: Man schmeißt Würfel Tokens whatever in einen Beutel und zieht dann blind eine gewisse Anzahl die dann gleichzeitig die möglichen Aktionen der Runde bestimmt. Kennt man aus Orleans.
Man könnte es aber auch Hyperborea zuschreiben. Die beiden Spiele kamen so knapp hintereinander raus, dass sie unabhängig voneinander das gleiche Prinzip begründet haben.

Hier ziehe ich bunte Würfel die mir als Aktionsbestandteile dienen.
Jeder der drei gezogenen Würfel wird auf Aktionsfelder gesetzt und sobald eins dieser Sets vollständig ist wird die Aktion getriggert. Ist der Beutel leer wird das Brett gesäubert und der Spaß beginnt von vorne.
Man muss also immer ein wenig spekulieren: Welcher Würfel wo und wann? Mit der Zeit wird der Beutel auch immer voller, da man über sechs verschiedene Entwicklungsleisten neue Würfel erarbeiten kann. Um diese auch unterzubringen kann man sich neue Technologien in Form von Karten erforschen, die dann wiederum mit neuen (z.T. auch komplexeren) Aktionsfeldern aufwarten.

Damit sich die Fraktionen nicht nur durch die Modelle und die Entwicklung im Spiel unterscheiden gibt es noch individuelle Spielerfähigkeiten. Alles zusammen ergibt etwas größeres als die Summe seiner Mechaniken, ein sehr empfehlenswertes, variables und kurzweiliges Spiel, das leider bei uns nicht die Bekanntheit erlangt hat, die es verdient hat.
Das liegt meiner Meinung nach daran, dass in Deutschland (gefühlt immer noch ein Eurogame-Land) ein Orleans einfach als ansprechender wahrgenommen wird als ein Hyperborea das auf seiner Schachtel das mega Ameritrashbündel verspricht, aber unter dem Deckel genauso Euro ist wie das andere.

Auch die Verfügbarkeit spielt vermutlich eine Rolle. Es ist ein italienisches Design und dort relativ bekannt, hier jedoch nicht wirklich verbreitet. Das zeigt sich auch an der Erweiterung, die hauptsächlich in Italien erhältlich war und in viel zu kleiner Stückzahl produziert worden ist. (Anmerkung zu Hyperborea: Light & Shadow: die Erweiterung bietet ein paar wenige Module, die das Grundspiel ein wenig erweitern. Nichts was man unbedingt haben muss.)

So ist es jedenfalls sehr schade, dass das Spiel nicht öfter Erwähnung findet. Bei mir hat es sich den Platz in der Sammlung erkämpft und bisher auch immer gut verteidigt.

Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl . 

23Mai/18

Roll One – A Board Game Story

Das hab ich aber irgenwie cooler in Erinnerung

-oder-

Kindheitserinnerungen die heute Gold wert sind

Mein Plan ist es ja immer ein Spiel mit einem anderen Thema abzuwechseln. Zumindest bis ich mit meinen TOP 10 mal durch bin. Da ich heute aber über ein bestimmtes Spiel sprechen will muss ich mir jetzt ein Thema aus den Fingern saugen unter dessen Schirm ich das machen kann.
So ziemlich jeder von uns hat bestimmt in seiner frühesten Jugend irgendwelche
Spiele gespielt. Sowas wie Tempo kleine Schnecke, Fang den Spitz oder sowas.
Um halt die Kleinen zu beschäftigen…

Mir persönlich ist hier ein ganz bestimmtes im Gedächtnis geblieben, so sehr, dass ich es heute noch habe und mit meinem weiterentwickelten Spiele Geschmack trotzdem noch gerne spiele und es sogar irgendwie echt gut finde.

An einem Kinderfasching in der Fürther Stadthalle hat der kleine Michael am Los-Stand das Spiel „Das letzte Kamel“ gewonnen. „Yaaay!“
Daheim dann gespielt… „Naaay.“
War früher so, ist heute so, die verlosen schon immer nur den Mist.
Ich habe es über die Jahre aufgehoben weil es halt mit dieser Erinnerung verbunden ist.
Vor einem oder zwei Jahren habe ich mir es dann mal wieder angeschaut, weil es zufällig auf die Spielerzahl an dem Abend gepasst hat und … keine Ahnung … die Sterne richtig standen, oder so.

Wir haben hier ein simples Roll-and-Move Spiel, bei dem jeder Spieler ein Kamel verkörpert, das als letzter ins Ziel kommen muss. Da man sich anhand der gewürfelten Farbkombis aber ein oder zwei Kamele raussuchen kann, bleibt geheim wer welcher Kameltreiber ist. Und zack haben wir in dem billigen Kinderspiel von 89‘ ne Deduktionskomponente und treffen voll den Nerv von Werwolf und Co.
Der goldene Stern bewegt ein Kamel beliebiger Farbe, der schwarze ein beliebiges Tier ein Feld zurück und ansonsten wird gemäß der Farbe gezogen.
Ihr müsst also alle anderen nach vorne und euch nach hinten bringen ohne, dass jemand spitz kriegt wer ihr seid.
Ihr könnt sagen was ihr wollt, ich hab echt einen Heidenspaß mit dem Spiel und es kam bisher bei jedem an.
Ehrlich, dieses kleine gammlige Losbuden-Spiel ist besser gealtert als die stellenweise ganz großen Blockbuster.

Lange Rede kurzer Sinn. Wenn ihr noch irgendwelche alten Schätze von früher habt, steckt mal die Nase rein, vielleicht versteckt sich hinter dem verstaubten Äußeren doch euer ganz persönliches emotionales und spielerisches Bernsteinzimmer. Und wer ein vollständiges Heroquest oder Warhammer Quest daheim hat, ist fast schon ein reicher Mann.

Ich mach mich jetzt jedenfalls auf zur nächsten Oase. YALLA YALLA!!

Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl .