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Dezember 5, 2019

Vernichten, Verbreiten, Verbrauchen, V…V…Vorschen -oder- Space Empires: 4X

Lange LAANGE lange Zeit dachte ich, dass Twilight Imperium DIE Offenbarung in Sachen 4X.

Was ist eigentlich 4X?

4X beschreibt ein Spielegenre bei dem man 4 Ziele verfolgt
-Expand (Verbreiten)
-Exploit (Verbrauchen)
-Explore (Vorschen)
-Exterminate (Vernichten)

Quasi Civilization das PC Spiel als Brettspiel…nur als Kategorie, denn Civilization als Brettspiel gibt’s ja schon, sogar in verschiedenen Inkarnationen…egal…

Meistens spielen diese 4X Spiele im Weltraum, weil da das Thema am leichtesten Umzusetzen ist. So auch bei Space Empires: 4X von GMT Games.

Jeder Spieler fängt hier mit einer kleinen Flotte einer weltraumfahrenden Zivilisation an und versucht sich die Vorherrschaft im Universum zu sichern.
Und hierzu wird erkundet und wenn man einen passenden Planeten gefunden hat, dieser gleich besiedelt, damit auch dessen Ressourcen für das eigene Imperium genutzt werden können. Im All treibende Asteroiden können eingesammelt und nach Hause geschleppt werden wo aus diesen wertvolle Ressourcen extrahiert werden können.
Unterwegs lauern aber allerhand Gefahren auf die mutigen Männer und Frauen in ihren Erkundungsschiffen

Um sich gegen agressive Nachbarn zu schützen oder schwächere zu … annektieren können allerhand Kriegsschiffe entwickelt, gebaut und verbessert werden.

All das passiert auf einem einfach leeren Spielbrett, dass für jede Partie wieder neu und zufällig bestückt werden muss.
Unterstützend hierzu gibt es einen Spielerbogen auf dem die Ressourcen und Entwicklungen jede Runde dokumentiert werden. Auf den ersten Blick wirkt dieser an eine Excel-Tabelle erinnernde Zettel etwas befremdlich oder einschüchternd aber nach der ersten Spielrunde stellt man fest wie simpel das System eigentlich ist…
…und welche bzw. wie viele Vorteile sich gegenüber den anderen “Verwaltungsmechaniken” ergeben.
Kein regelmäßiges Gerechne, keine Sortiererei.

Der Kampf ist komplexer als ein einfaches “höher würfeln als der Verteidiger” denn es muss ein modifizierter Zielwert erreicht werden, Einheiten können aus dem Kampf rausgehalten werden usw… Aber wie gesagt, nach einer Kampfrunde hat man es verstanden.

Zusätzlich gibt es noch zwei Erweiterungen die verschiedene Module ins Spiel bringen…

Ach, ich könnte noch ewig weiterschwärmen.

Abschließend möchte ich euch wirklich ans Herz legen euch das Spiel mal anzuschauen. Auch wenn das Regelheft sehr einschüchternd wirkt, ihr werdet mit einem einmaligen Spiel belohnt.

(Das heißt jetzt natürlich nicht, dass ich TI4 deswegen nicht mehr mag oder schlechter finde, es hat nur eine andere Nische bekommen.)

Roll One – A Board Game Story  Der Wöchentliche Blog Roll One – A Board Game Story, erscheint jeden Mittwoch neu, geschrieben von Mr.Schnizzl